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Björn Sprotte (© V.Group / HANSA)
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Björn Sprotte, neuer Shipmanagement-CEO bei der V.Group mit Sitz in Hamburg, sieht großes Potenzial für Wachstum in der deutschen Flotte – auf dem »üblichen«, aber auch auf neuen Wegen, wie er in der aktuellen Folge vom HANSA PODCAST erläutert.

Im Fokus stehen künftig vor allem große Reedereien oder Schiffseigner – auch wenn man das Geschäft mit kleineren oder mittleren Reedereien ebenso fortführen will. Sprotte gibt interessante Einblicke in seine Pläne nach dem Wechsel vom Konkurrenten OSM.

Der ehemalige Heavylift-Superintendent spricht über »anderes« Wachstum in der deutschen Container- und MPP-Flotte, die Präferenz für »große Geschäftspartner«, den Einsatz neuer Technologien und Geschäftsmodelle sowie die Zuversicht, die er mit der jüngsten Neubauwelle vor allem in der Containerschifffahrt verbindet. Außerdem erläutert er seine Ansichten zum Wettbewerb um maritime Fachkräfte, Übernahmen, Parallelen zum Markt der Klassifikationen und Zusammenarbeit unter Shipmanagern – nicht zuletzt in Zeiten der Corona-Pandemie.

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Eine »strategische Neuausrichtung« ist zwar nicht geplant. Aber man könne »sicherlich an der einen oder anderen Stelle etwas nachschärfen und sehen wie man Tools oder Instrumente besser nutzen kann«, so der Manager, der kürzlich zur V.Group gekommen war. Er löste Franck Kayser ab. Hamburg war von den Briten als Container-Hub konzipiert worden, nach einigen Übernahmen und Kooperationen war die V.Group an der Elbe stark gewachsen. Der ehemalige Hamburger »Statthalter« Nils Aden hatte die V.Group im vergangenen Herbst verlassen.

Hamburg soll ein wichtiger Standort bleiben, auch wenn es hierzulande in letzter Zeit etwas ruhiger um das Unternehmen wurde. »Ich sehe deutliches Wachstumspotenzial, aber vielleicht in etwas anderem Herangehensweise als in der Vergangenheit«, erläutert Sprotte jetzt und spricht von neuen und alternativen Partnerschaften. Ob er gerne mehr deutsche Schiffe in der Flotte sehen würde: »Ganz bestimmt, wir haben ein klares Commitment zum Standort.« Im Wettbewerb der Shipmanager erwartet durchaus noch die eine oder andere Übernahme.

Interessant sind für ihn neben Containerschiffen auch Heavylift- und MPP-Frachter. Mehr Partnerschaften in diesem Segment »würde ich sehr begrüßen«.

Für den »Alltag« mit den Kunden haben sich die V.Group und der Shipmanagement-CEO einige Aspekte zur Weiterentwicklung auf die Fahne geschrieben. Dazu zählen nicht zuletzt Themen wie Compliance und Commitment zur internationalen Regulierung. »Wir wollen ein Partner bei der Entwicklung innovativer Lösungen sein«, sagt Sprotte und spricht über neue Technologien wie »Machine Learning« und Künstliche Intelligenz.

Die V.Group will dahingehend investieren und sich deutsches maritimes Knowhow sichern: »Gute Leute zu finden ist immer ein Thema, man muss ein attraktiver Arbeitgeber sein – über das Gehalt hinaus.«


Hier gehts zum HANSA PODCAST mit Björn Sprotte. Erfahren Sie mehr über seine Pläne nach dem Wechsel, den Ansatz der V.Group für weiteres Wachstum und die Arbeit eines Shipmanagers in der Corona-Pandemie. Der CEO spricht außerdem über den Einsatz neuer Technologien und Kooperation unter Wettbewerbern.

 

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