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Die Stadt Rotterdam verlängert ihren Chartervertrag mit der Reederei Holland America Line für das Kreuzfahrtschiff »Volendam« für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen.

Die Charter wurde bis zum 14. September verlängert, wie jetzt bekannt wurde. Das Kreuzfahrtschiff hat seit dem Anlegen im Merwehaven in Rotterdam Anfang April rund 1.200 Ukrainer beherbergt und soll im Rahmen der erweiterten Charter bis zu 1.500 Flüchtlinge beherbergen. Das ist ein Teil der Verpflichtung der Niederlande, 50.000 Menschen aufzunehmen, die vor dem Krieg geflohen, heißt es.

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© Eckardt

Die Regierung hatte das 1999 gebaute Schiff ursprünglich bis Ende Juni gechartert, aber um eine Verlängerung um weitere zehn Wochen gebeten. Im Rahmen der Vereinbarung stellt Holland America Line warme Mahlzeiten, Unterbringung in privaten Kabinen, Reinigungsdienste, Wäscherei, Nutzung öffentlicher Räume, Fitnesseinrichtungen, Internetzugang und andere Notwendigkeiten bereit.

Reederei storniert Reisen für Charter

Um die Fortsetzung der Charter zu ermöglichen, storniert Holland America Line, ein Tochterunternehmen des amerikanischen Kreuzfahrtkonzerns Carival, weitere sechs geplante Abfahrten auf der »Volendam«, darunter sind auch Reisen nach Norwegen, zu den Britischen Inseln und ins Mittelmeer.

»Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten, die dadurch für Gäste entstehen, die den Sommer über auf der ›Volendam‹ gebucht haben«, sagte Beth Bodensteiner, Chief Commercial Officer von Holland America Line. »Wir wissen ihr anhaltendes Verständnis zu schätzen, während wir mit der Stadt Rotterdam an dieser wichtigen Mission arbeiten.«

Ursprünglich sollte die 237 m lange und 32,25 m breite »Volendam« schon nach der zweijährigen Corona-Pause ab dem 15. Mai reaktiviert werden und Nordlandreisen durchführen. (CE)