
Das 115 Jahre alte Feuerschiff »Elbe 3« ist für eine dringende Sanierung vom Museumshafen in Bremerhaven zur Bredo-Werft im Fischereihafen überführt worden.
Mit dem Transport war der Dienstleister BVT Chartering beauftragt. Nach einer sturmbedingten Verzögerung konnte am frühen Freitagmorgen das dem Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) gehörende Schiff mit Hilfe eines Schubschleppers und eines Schleppers von Bremenports überführt werden.
Auf dem Weg dorthin mussten mehrere enge Brückenpassagen und auch zwei Schleusen passiert werden. Gegen 9.00 Uhr lag die 44 m lange »Elbe 3« dann im Schwimmdock 1 von Bredo Dry Docks. Möglich wurde der Werftaufenthalt durch eine Zuwendung des Bundes in Höhe von 1,1 Mio. €. Weitere Mittel stellen das Land Bremen (450.000 €) und die Stadt Bremerhaven (115.000 €) zur Verfügung.
90 Tage bei Bredo
Nach der geplanten 90-tägigen Sanierung, bei dem der Stahlrumpf ausgebessert und auch ein neuer Anstrich aufgetragen werden soll, soll das älteste Schiff im Museumshafen als schwimmender Ausstellungs- und Veranstaltungsraum dienen.
Die Königliche Wasserbau-Inspektion« hatte das Stationsschiff »Eider« 1908 auf der Eiderwerft in Tönning ursprünglich für die Eidermündung fertigen lassen. Im Ersten Weltkrieg diente es als Feuerschiff an den Minenfeldern der Nordsee, gehörte dann als »Bürgermeister Abendroth« dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Cuxhaven und lag im Zweiten Weltkrieg in der Ostsee.
Nach 1945 kam es als Leuchtfeuer und Lotsenstation auf die Position »Elbe 3« mit einer 16-köpfigen Besatzung in der Deutschen Buch zum Einsatz. Das Schiff konnte im Notfall mit einer Sturmbesegelung manövriert werden. Anfangs bestand das Leuchtfeuer aus Petroleumlampen, später wurden ein Diesel-Generator und Akkus für eine elektrische Befeuerung eingebaut. Die anfangs von Hand betriebenen Nebelhörner konnten ein durch Großnebelhorn ersetzt werden.