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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist mit einem Computervirus angegriffen worden. Auf dem Nord-Ostsee-Kanal legt eine Software-Panne über Stunden die Schifffahrt lahm.

Laut Medienberichten, die vom BSH inzwischen bestätigt wurden, hatte sich ein Virus schon vor Weihnachten ins System geschlichen. Es seien aber keine Server, sondern nur rund 40 Endgeräte, also PC an den Arbeitsplätzen betroffen gewesen. Inzwischen gab eine Sprecherin Entwarnung: Es seien keine  kritischen Daten betroffen gewesen, somit sei auch kein Schaden entstanden. Seit einer Woche seien alle Computer wieder »sauber«.

Auf dem Nord-Ostseekanal (NOK) konnten gestern ab 14:00 Uhr mehrere Stunden keine Schiffe mehr fahren. Das WSA Brunsbüttel meldete eine Störung in der Software für die Verkehrssteuerung. Erst am Abend, nachdem Techniker das Problem behoben hatten, konnte der Kanal wieder freigegeben werden. Allerdings funktionierten die für die Schiffe in den Ausweichstellen aufgestellten Ampel-Anlagen immer noch nicht.

Ohne das digitale Steuerungssystem sei die Gefahr von Kollisionen auf der dicht befahrenen Wasserstraße zu groß, hieß es. Eine analoge Schiffslenkung durch die Kanal-Behörde sei aus Mangel an geeigneten Nautikern nicht möglich gewesen, berichten die Kieler Nachrichten. Deshalb sei der Kanal vorübergehend gesperrt worden. Je rund ein Dutzend Schiffe mussten warten.