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In Bremerhaven beginnt die Sanierung der Kaiserschleuse. Bis September bleibt Schiffen damit nur noch eine Zufahrt zu den Überseehäfen.

In den kommenden Tagen werden zunächst vorbereitende Arbeiten am Aussenhaupt der Schleuse erledigt, bevor die Kammer Ende des Monates komplett trockengelegt wird. In den folgenden Wochen müssen neue Schienen verlegt werden.

Bereits 2015 hatten Taucher bei einer Routineinspektion an dem 2011 eröffneten Bauwerk starke Verformungen an den Schienen festgestellt. Sie wurden damals bereits getauscht, allerdings nur vorläufig. Denn jetzt wird hochfester Spezialstahl verbaut, der die Last der Tore künftig tragen soll.

In enger Abstimmung zwischen dem Konsortium, das die Schleuse seinerzeit für 233 Mio. € gebaut hatte, und bremenports habe man sich auf ein Maßnahmenpaket verständigt, um künftig einen langfristig störungsfreien Betrieb der Schleuse zu garantieren. Gewünscht sei auch eine gleichmäßigere Führung der Lasten auf den Unterwagen und eine optimierte Ballastierung des Schleusentores, teilte bremenports jetzt mit.

Drei Monate lang können Schiff die Überseehäfen in Bremerhaven, darunter die Autoverladung und den High&Heavy-Bereich der BLG, sowie die Werftanlagen nur noch über die Nordschleuse (Eröffnung 1931) erreichen.