
Ørsted und PGE haben die endgültige Investitionsentscheidung (FID) für den 1,5-GW-Offshore-Windpark ”Baltica 2″ 40 km vor der polnischen Küste getroffen. [ds_preview]
”Baltica 2″ wird im Rahmen einer 50/50-Partnerschaft zwischen Ørsted und Polens größtem Energieunternehmen PGE Polska Grupa Energetyczna gebaut und betrieben. Der Offshore-Windpark wird etwa 40 km vor der polnischen Küste in der Nähe von Ustka errichtet und soll 2027 vollständig in Betrieb genommen werden.
Der Offshore-Windark hat einen 25-jährigen inflationsgeschützten Differenzvertrag (contract for difference, kurz CfD) mit dem polnischen Staat abgeschlossen. ”Baltica 2″ verfügt über alle Genehmigungen und hat einen Netzanschlussvertrag mit dem polnischen Übertragungsnetzbetreiber PSE unterzeichnet. Alle wichtigen Komponenten- und Schiffsverträge für den Offshore-Windpark wurden bereits unterzeichnet, wodurch der Großteil der Investitionskosten des Projekts gesichert ist, was das Projekt erheblich entlastet.
„Mit der heutigen Ankündigung sind wir bereit, ‚Baltica 2‘, ein Vorzeigeprojekt für Offshore-Windkraft in Polen, zu bauen. Wir sind zufrieden mit der Wertschöpfung des Projekts, das ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil aufweist“, sagte Rasmus Errboe, stellvertretender CEO und Chief Commercial Officer bei Ørsted. „Ich möchte der polnischen Regierung für ihre Unterstützung danken und unserem Partner PGE dafür, dass er mit uns zusammengearbeitet hat, um diesen Moment zu erreichen. Gemeinsam schlagen wir ein neues Kapitel im polnischen Energiesektor auf und bauen eine Industrie auf, die Polen auf Jahrzehnte hinaus Arbeitsplätze und industrielle Entwicklung bringen wird.“
„Baltica 2“ ist größtes derzeit entwickeltes Projekt für erneuerbare Energien in der Ostsee
Dariusz Marzec, CEO von PGE, sagte: „Der Offshore-Windpark ‚Baltica 2‘, das größte Projekt für erneuerbare Energien, das derzeit in der Ostsee entwickelt wird, wird Polens Energieproduktion diversifizieren, die Energiesicherheit erhöhen und im Vergleich zu fossilen Brennstoffen sauberere und erschwinglichere Energie liefern.“ Die Investition stelle einen bedeutenden Schritt in der Energiewende Polens dar und sei ein wichtiger Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung, der neue Investitionen für die gesamte polnische Wirtschaft anziehe und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitrage.
Agata Staniewska-Bolesta, Geschäftsführerin von Offshore Poland bei Ørsted, sagte: „Die Entwicklung der Offshore-Windenergie ist ein Schlüsselelement für die Energiewende in Polen, die die Energiesicherheit des Landes stärken wird. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir und unser Partner PGE trotz der makroökonomischen Herausforderungen diesen wichtigen Meilenstein erreicht haben, indem wir die Kompetenzen von Polens größtem Stromerzeuger mit der 30-jährigen Erfahrung von Ørsted als weltweit führendem Unternehmen bei der Entwicklung von Offshore-Windkraftanlagen kombiniert haben.“
„Baltica 2“ soll rund 2,5 Millionen polnische Haushalte versorgen
Als Polens bisher größtes Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien werde „Baltica 2“ den Weg für Polens Übergang zu grüner Energie ebnen, indem es grünen Strom für den Bedarf von rund 2,5 Millionen polnischen Haushalten produziert und 2027 den ersten Strom liefert.
In der polnischen Energiepolitik bis 2040 wird die Offshore-Windenergie als Schlüsseltechnologie für den Übergang Polens zu einer emissionsarmen Wirtschaft genannt. Mit seinem Offshore-Windgesetz hat sich Polen verpflichtet, bis 2030 5,9 GW und bis 2040 11 GW Offshore-Wind zu installieren.
Über „Baltica 2“:
- „Baltica 2″“ soll bis Ende 2027 vollständig in Betrieb genommen werden. Ørsted und PGE sind für den gesamten Umfang des Windparks verantwortlich, einschließlich Offshore-Übertragung und Umspannwerke.
- „Baltica 2“ wird den Hafen von Danzig für die Lagerung, Vormontage und Offshore-Installation von Windturbinenkomponenten nutzen.
- Der Windpark wird 107 Siemens Gamesa 14 MW-222 Windturbinen umfassen, die von Cadeler und Fred. Olsen Windcarrier installiert werden, während Van Oord die Fundamente und die Offshore-Umspannwerke installieren wird.
- Der CfD für „Baltica 2“ hat eine Laufzeit von 25 Jahren und beginnt nach der Inbetriebnahme des Windparks, die für 2027 erwartet wird. Der nominale Startpreis pro MWh wird auf der Grundlage des für 2021 vereinbarten Preises von 71,82 EUR zuzüglich der kumulierten Inflation ab 2021 bis zum Beginn des CfD festgelegt. Der Preis pro MWh wird jährlich an die Inflation angepasst. Nach Ablauf des CfD wird „Baltica 2“ den Marktpreis für Strom erhalten oder neue Stromabnahmeverträge abschließen.
