Louis Dreyfus, LDA
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Louis Dreyfus Armateurs (LDA), die französische Traditionsreederei, steht zum Verkauf. Neuer Eigner wird voraussichtlich ein Private-Equity-Investor.

170 Jahre ist Louis Dreyfus Armateurs (LDA) inzwischen alt. Mit der Eigenständigkeit könnte es jedoch bald vorbei sein. Wie das Unternehmen mitteilt, wird „exklusiv“ über den Verkauf von 80% der Anteile an den in Paris ansässigen Investor InfraVia verhandelt. Demnach verbleiben nur noch 20%  bei der Familie Louis-Dreyfus, derzeit noch alleiniger Eigentümer. [ds_preview]

Der Abschluss der Transaktion ist den Angaben zufolge für Ende Juni geplant und unterliegt noch den „üblichen behördlichen Genehmigungen“. Nach Abschluss der Transaktion hat InfraVia erhebliche Investitionen zugesichert, um die LDA-Flotte von 23 Schiffen auszubauen. So sollen insgesamt 1 Mrd. € in den kommenden Jahren die Flotte mehr als zu verdoppeln und Entwicklungen in den Bereichen Innovation, Energiewende und maritime Dienstleistungen voranzutreiben, teilen LDA und InfraVia mit.

Im Juli 2022 hatte LDA seine 13 Handysize-Bulker verkauft. Seither konzentrierte sich das Unternehmen auf den Offshore-Sektor, einschließlich dem Transports von Flugzeugteilen für Airbus und die Verlegung von Seekabeln für Alcatel Submarine Networks. „Wir sind davon überzeugt, dass große Chancen vor uns liegen“, sagt LDA-Präsident Edouard Louis-Dreyfus.

„Mit InfraVia als Aktionär wird LDA in wachstumsstarken Segmenten mit hoher Wertschöpfung tätig sein und eine treibende Kraft der maritimen Energiewende darstellen“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

InfraVia ist nach eigener Darstellung ein führendes europäisches Private-Equity-Unternehmen mit einem verwaltetem Vermögen von 16 Mrd. €, das vor allem in den Bereichen Infrastruktur, seltene Metalle, Immobilien und Technologie investiert ist.

An einer Beteiligung an LDA hatten sich auch andere Investoren bemüht, darunter die französische Binnenschifffahrtsgruppe Sogestran sowie anderen Investmentfonds. Das ebenfalls von der Familie Dreyfus kontrollierte Agrarrohstoffunterenhmen Louis Dreyfus Co. ist von der geplanten Transaktion nicht betroffen.