Tech-Hub, Netzwerk, (zu wenig) politischer Support: Ein Ausblick auf die SMM ’26

Claus-Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburger Messegesellschaft HMC, spricht über die maritime Leitmesse SMM in Hamburg, Geopolitik, Aussteller-Verschiebungen, „Rattenrennen“ und mangelnden Support aus Berlin.
Claus Ulrich Selbach – Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburger Messegesellschaft HMC und damit einer der Macher der alle zwei Jahre stattfindenden Leitmesse für die maritime Industrie: die SMM in Hamburg, die im September wieder ihre Pforten öffnet
Claus Ulrich Selbach – Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburger Messegesellschaft HMC, zu Gast beim HANSA Podcast (© HANSA/Wroblewski)

Anfang September öffnet die SMM wieder ihre Pforten für die globale maritime Industrie: In den Hamburger Messehallen – und zwar in allen Hallen – trifft sich die Branche zum zweijährlichen Stelldichein. Claus-Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburger Messegesellschaft HMC und damit einer der Macher SMM, spricht in der neuen Episode des HANSA Podcasts ausführlich über (alte und neue) thematische Schwerpunkte, Effekte der aktuellen geopolitischen Verwerfungen und den Fokus auf Technologie.

Jetzt kostenlos die aktuelle Folge des HANSA PODCASTs hören: Hier oder auf SpotifyDeezerPodimoApple Podcast oder Youtube.

„Die Posidonia in Griechenland war ein schönes Vorspiel und jetzt kommt dann der Hauptakt für Technologie und Innovation“, sagt Selbach und geht auf eine prinzipiell immer noch gute Stimmung in der maritimen Industrie ein. Inhaltlich sieht er die SMM sehr gut aufgestellt und zeigt sich offen: „Wir sind eine Business-Plattform, eine Technologie-Plattform. Bei uns gibt es keine Tabus, über die wir nicht reden würden. Wir sind eine stolze Messe für eine stolze globale maritime Wirtschaft.“

Die Hallen sind ausgebucht, die Nachfrage groß. Auf ein „Rattenrennen“ um konkrete Aussteller- und Besucherzahlen mit anderen Messen will er sich aber nicht einlassen und erklärt, was für ihn wirklich zählt – Stichwort „Buzz in den Gängen“. Der SMM-Chef erläutert, zu welchem Punkt ihm und seinem Team die Beiräte aus der Industrie die „Ohren langgezogen“ haben und wie die Messe darauf mit Investitionen reagiert.

Das Gespräch dreht sich außerdem um einen größeren Fokus auf Marine- und Sicherheitsthemen, Verteidigungs- und „Dual-Use-Technologien“, Künstliche Intelligenz sowie das Konferenzprogramm im Rahmen der SMM: „Content Rules“, sagt Selbach, der betont, warum die SMM bei einigen Themen die Nase gegenüber anderen Messen vorn hat. Das Netzwerken soll ebenfalls nicht zu kurz kommen, aber der Fokus liege „auf Technologietransfer und Innovation“. Enttäuscht zeigt sich Selbach von der deutschen Politik: „Wir bekommen nicht den Support vom Bund“, sagt der Messe-Manager und erläutert die Hintergründe.

Hören Sie hier die komplette Episode. Claus Ulrich Selbach spricht darin u.a. auch über:

  • seine Erfahrungen mit der maritimen Industrie
  • das Konzept der SMM (im Unterschied zu anderen Messen)
  • Auswirkungen der Geopolitik
  • „Dual Use“ und Künstliche Intelligenz
  • die neue „Naval Hall“ und Zweitstände von Ausstellern
  • Klimatisierung der Hallen
  • Mehr Aussteller aus Asien, weniger Aussteller aus Deutschland
  • Bedarf an Technologietransfer in aufstrebenden Schiffbau-Märkten
  • die Konferenzen Maritime Future Summit, Maritime Security & Defence und All about ports
  • Open Stages und „Wine o`clock“, Networking und Partys

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