BHV bringt Azubis zusammen: Drei Tage in der Hafen- und Logistikwelt

Hafenanlagen erkunden, Logistikabläufe verstehen, Kontakte knüpfen: Die BHV – Bremische Hafen- und Logistikvertretung e.V. hat erstmals ein Bootcamp für Auszubildende im ersten Lehrjahr veranstaltet.
Das »BHV-Bootcamp« zu Besuch bei PTS Logistics (© PTS Logistics)

Das dreitägige Programm in Bremen und Bremerhaven stand ausschließlich Nachwuchskräften aus BHV-Mitgliedsunternehmen offen. Es verband praktische Einblicke in die Hafen- und Logistikwelt mit dem persönlichen Austausch über Betriebsgrenzen hinweg.

Die BHV repräsentiert als Wirtschafts- und Interessensverband rund 220 überwiegend mittelständische Mitgliedsunternehmen aus der Logistik-, Hafen- und Transportwirtschaft aus dem Großraum Bremen und Bremerhaven.

Von Containerumschlag bis zur Projektlogistik

Wie greifen die unterschiedlichen Leistungen der Hafen- und Logistikwirtschaft ineinander? „Das Bootcamp eröffnete den 21 teilnehmenden Nachwuchskräften Perspektiven, die weit über die Aufgaben des eigenen Ausbildungsbetriebs hinausreichen“, heißt es seitens der BHV. Bei Eurogate in Bremerhaven lernten sie die Abläufe eines Containerterminals kennen. Wallenius Wilhelmsen und das BLG AutoTerminal Bremerhaven vermittelten Einblicke in die Arbeit einer RoRo-Reederei und die Abfertigung rollender Ladung.

In Bremen besichtigten die Auszubildenden unter anderem den Neustädter Hafen mit BLG Cargo Logistics – auch eine Schiffsbesichtigung stand hier auf dem Programm. PTS Logistics erläuterte die Anforderungen an Verpackung und Ladungssicherung in der Projektlogistik. Die GVZ Entwicklungsgesellschaft Bremen stellte das Güterverkehrszentrum vor. Bei Friedrich Tiemann & Sohn ging es um die Arbeit in den Industriehäfen und das fachgerechte Stauen eines Containers.

Wie sich die bremischen Häfen entwickelt haben und welche beruflichen Perspektiven sich künftig eröffnen könnten, erfuhren die Teilnehmer im Hafenmuseum Bremen: In enger Zusammenarbeit mit der landeseigenen Hafenmanagementgesellschaft Bremenports und Prolog Innovation vermittelte das Museum Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Hafenwirtschaft. Insgesamt verdeutlichte das Programm, wie eng Hafenbetriebe, Reedereien, Logistikdienstleister und weitere Akteure bei der Organisation internationaler Transportketten zusammenarbeiten.

Netzwerken von Anfang an

Neben dem fachlichen Programm spielte das persönliche Kennenlernen eine zentrale Rolle. So trafen die Auszubildenden im Hafenmuseum auch die BHV-Junioren und konnten sich mit ihnen über Erfahrungen und berufliche Perspektiven austauschen.

„Menschen und Unternehmen miteinander zu vernetzen, gehört zu den Kernaufgaben der BHV. Wir möchten, dass junge Menschen schon zu Beginn ihrer Ausbildung erfahren, wie wichtig solche Verbindungen sind“, erklärt BHV-Geschäftsführerin Petra Lüdeke. „Wer die Prozesse in Hafen- und Logistikbetrieben kennt und Kontakte zu Ansprechpartnern hat, versteht die Zusammenhänge unserer Branche besser und legt früh den Grundstein für sein eigenes berufliches Netzwerk. Genau dafür haben wir das Bootcamp ins Leben gerufen.“

Auch der richtige Auftritt will gelernt sein

Zum Start ins Berufsleben gehören nicht nur erste Fachkenntnisse. Auch der Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern will gelernt sein. Wie begrüßt man sein Gegenüber angemessen? Worauf kommt es beim persönlichen Auftreten an? Diesen Fragen widmete sich zum Abschluss die Knigge-Trainerin Nadine Hellmold. Sie gab den Auszubildenden praktische Tipps für sicheres Auftreten und respektvolle Umgangsformen im beruflichen Alltag.

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