Global Ship Lease baut Orderbuch auf 17 Containerschiffe aus

Mit der in den USA börsengelisteten griechischen Reederei Global Ship Lease (GSL) zieht einer der größten Containerschiffseigner der Welt auch ohne feste Charter-Verträge die Option für weitere neue Containerschiffe.
Containerschiff, Horizont, Symbolbild
© Pixabay

Die Nummer 7 im Weltmarkt gab jetzt bekannt, dass – offiziell „vorbehaltlich der Erfüllung bestimmter aufschiebender Bedingungen“ – Optionen für den Bau von zwei weiteren Containerschiffen gezogen wurden. Bei diesen Schiffen handelt es sich demnach um mittelgroße Einheiten mit „Wide-Beam“-Design und einer hohen Kühlcontainerkapazität.

Das Investitionsvolumen wird mit rund 163 Mio. $ beziffert. Die Bauwerft wurde nicht veröffentlicht. Die Ablieferungen sind für das vierte Quartal 2029 geplant. Das Orderbuch wächst so auf insgesamt 17 Schiffe.

Die GSL-Flotte steht aktuell bei 71 Containerschiffen kleinerer und mittlerer Größe mit einem Durchschnittsalter von 18,4 Jahren. Bei 41 dieser Schiffe handelt es sich um „Wide-Beam“-Einheiten der Post-Panamax-Klasse. Die 17 Neubauten sollen ab dem vierten Quartal 2028 abgeliefert werden. Im Weltmarkt der nicht-operativen Containerschiffseigner (NOO) oder Tramp-Reeder liegt GSL nach Berechnung des Branchendienstes Alphaliner auf Rang 7. Der Marktanteil wird mit 3,5% angegeben. Damit liegt man hinter Marktführer Seaspan, Shoei Kisen, Zodiac Maritime, Eastern Pacific Shipping (EPS), Costamare und Danaos. Hinter GSL folgen Nissen Kaiun und die deutsche Döhle-Gruppe (inklusive der Schiffe von Ernst Russ).

Für die jüngsten Neubauten entschied sich das Management um Executive Chairman George Youroukos für spekulative Order. Man befinde sich „in Gesprächen mit potenziellen Charterern über deren Beschäftigung nach der Ablieferung“, heißt es in einem Statement.

„Wir sind fest von dem Wert mittelgroßer Containerschiffe mit hoher technischer Spezifikation und großer Flexibilität überzeugt und gehen davon aus, dass sie für unsere Branche noch viele Jahre lang eine entscheidende Rolle spielen werden. Wir freuen uns sehr, durch die Ausübung dieser zusätzlichen Neubauoptionen unsere Präsenz in dieser zunehmend wertvollen Schiffsklasse auszubauen – und das zu attraktiven, bereits früher im Jahr vereinbarten Konditionen sowie zu Preisen, die am Markt für vergleichbar ausgestattete Schiffe mit Liefertermin im Jahr 2029 nicht mehr erhältlich sind“, sagte Youroukos

Zum 30. Juni 2026 die durchschnittliche Restlaufzeit der Charterverträge der fahrenden und bestellten Flotte 3,3 Jahre. Die vertraglich vereinbarten Umsatzerlöse belaufen sich auf dieser Basis den Angaben zufolge auf 3,2 Mrd. $.

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