Offshore-Reederei North Star sichert Flottenausbau

Das britische Unternehmen North Star hat die Finanzierung für den Ausbau seiner Offshore-Windflotte sichergestellt. Insgesamt stehen 275 Mio. £ zur Verfügung.
Offshore-Schiffe vor einem Windpark
© North Star

Die Strategie von North Star scheint mit Vertrauen belohnt zu werden: Die Reederei hat Finanzierungen aus einem erweiterten Kreis von Kreditgebern erhalten. Insgesamt belaufen sich die Mittel auf 275 Mio. £, umgerechnet also ca. 321 Mio. €.  Das Geld soll in das weitere Wachstum der Flotte wachsen. North Star ist der weltweit größte Betreiber von Service Operation Vessels (SOV), die für den Einsatz in Offshore-Windparks konzipiert sind. Erst vor Kurzem übernahm North Star vier weitere Schiffe von Edda Wind.

„Die gesicherten Finanzierungszusagen decken die bestehenden Verpflichtungen aus dem Schiffbau vollständig ab und stellen zusätzliches Kapital für weitere Übernahmen sowie Neubauprojekte bereit“, teilte die Reederei mit. Die Kredite sind in Pfund und Euro vergeben worden.

Zum Kreis der Kreditgeber von North Star gehören nun auch die neuen Partner Rabobank, KfW IPEX-Bank und LBBW; zudem wurden erhöhte Zusagen von den bestehenden Geldgebern RBS, AIB, Scottish National Investment Bank und RBC gesichert.

„Dieser Abschluss spiegelt die Größe wider, die wir erreicht haben, sowie unseren eingeschlagenen Weg“, sagte Fraser Dobbie, CFO von North Star. „Mit dem Wachstum des Unternehmens ist auch unsere Fähigkeit gestiegen, neue Kreditgeber zu gewinnen sowie bessere Preise und Konditionen zu erzielen – eine Dynamik, die sich selbst verstärkt. Rabobank, LBBW und KfW IPEX-Bank sind genau das Kaliber an neuen Partnern, das wir uns wünschen – ergänzend zu den Banken und Institutionen, die uns bereits seit Jahren unterstützen.“

Für die Kunden bedeute das Paket zusätzliche Sicherheit, dass die im Ausschreibungsverfahren zugesagten Schiffe auf tatsächlich bereitgesellt werden können.

„Nachdem wir das Unternehmen als weltweit führenden Eigentümer und Betreiber von SOVs und ERRVs* etabliert haben, wollen wir nun auf unseren operativen und finanziellen Kompetenzen aufbauen“, sagte CEO Gitte Gard Talmo. „Dabei prüfen wir, welche weiteren maritimen Offshore-Märkte für unsere Investoren das richtige Verhältnis von Risiko und Rendite bieten könnten.“ (*Emergency Response and Rescue Vessel, Anm. der Redaktion)

Seit dem Einstieg in den Offshore-Windsektor im Jahr 2021 hat North Star mehr als 750 Mio. £ in SOVs investiert und nach eigener Aussage „bedeutende Aufträge“ gesichert, unter anderem von Dogger Bank, RWE, EnBW und Siemens Gamesa Renewable Energy. Mit der Übernahme der Edda Wind-Schiffe ist die Flotte auf 14 angewachsen. Bis 2040 plant North Star, über 40 SOVs zu verfügen.

Bleiben Sie mit WhatsApp immer auf dem Laufenden!

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal und erhalten Sie eine Auswahl unseres umfangreichen Nachrichten-Angebots direkt auf Ihr Smartphone. Scannen Sie einfach den QR-Code mit Ihrem Handy oder klicken Sie – falls Sie bereits mobil unterwegs sind – auf diesen Link.
Verwandte Themen
Weitere Themen
Daily & Breaking News

Wir liefern werktäglich aktuelle Schlagzeilen und Updates.