Göteborg schließt Arbeiten an Kaimauer ab

Die Verstärkung der Kaimauer im Projekt „Skandia Gateway“ ist planmäßig fertiggestellt worden, nun folgen die Baggerarbeiten. Bald sollen größere Containerschiffe den Hafen von Göteborg anlaufen können.
Containerterminal im Hafen von Göteborg
Containerterminal im Hafen von Göteborg (© Port of Gothenburg)

Das Projekt „Skandia Gateway“, die große Modernisierung des Hafens von Göteborg, tritt in die nächste Phase ein: Nach mehr als zwei Jahren sind die Arbeiten für die Verstärkung des Südkais am Containerterminal abgeschlossen worden. Wie der Hafen mitteilte, konnte man sowohl Zeit- als auch Kostenrahmen einhalten. In dieser Woche beginnt das Unternehmen Boskalis die Spreng- und Baggerarbeiten im unmittelbaren Bereich der Kaimauer.

Seit dem Frühjahr 2024 hat das Unternehmen NCC umfangreiche Verstärkungsarbeiten an den westlichsten 700 m des Südkais des Containerterminals durchgeführt. Die Kaimauerverstärkung ist ein zentraler Bestandteil von „Skandia Gateway“ und eine wesentliche Voraussetzung für die Vertiefung des Bereichs direkt vor der Kaimauer; dies ermöglicht es größeren Containerschiffen mit größerem Tiefgang, den Hafen ab dem Jahreswechsel 2028/2029 anzulaufen.

„Dies ist ein wichtiger Meilenstein für ‚Skandia Gateway‘. Wir haben ein großes und technisch anspruchsvolles Kaimauerprojekt erfolgreich abgeschlossen“, sagte Elin Dörrheide, Projektleiterin für die Kaimauerverstärkung. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten. Vor allem bedeutet dies, dass wir nun wie geplant mit der nächsten Projektphase fortfahren können.“

Die nun folgenden Arbeiten umfassen zunächst den ersten 50 m breiten Wasserstreifen entlang der westlichsten 700 m der Südkai-Kaimauer. Dabei wird Boskalis mehr als 200.000 m3 weiches Baggergut und rund 30.000 m3 Gestein entfernen. Der Bereich direkt vor der Kaimauer wird so ausgelegt, dass Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 17,5 m abgefertigt werden können. Die Fertigstellung der Arbeiten ist für März 2027 geplant.

Nächster Schritt steht bevor

Parallel dazu schreibt die schwedische Schifffahrtsbehörde (Sjöfartsverket) die weitaus umfangreicheren Spreng- und Baggerarbeiten in der Fahrrinne und im Wendebecken sowie die Anpassung der Navigationshilfen aus. Die Behörde plant, den Vertrag für diesen Projektabschnitt Anfang 2027 zu unterzeichnen.

Das Projekt „Skandia Gateway“ ist darauf ausgelegt, Containerschiffe mit einer Länge von bis zu 430 m und einer Breite von 65 m aufzunehmen. Diese Schiffe werden 30 m länger und 5 m breiter sein sowie einen um bis zu 4 m größeren Tiefgang aufweisen als die Schiffe, die das Containerterminal derzeit anlaufen. Die Arbeiten an der Fahrrinne und dem Wendebecken sollen im August 2027 beginnen. Der Hafen von Göteborg und die schwedische Schifffahrtsbehörde verfolgen das gemeinsame Ziel, die neue Fahrrinne und die neue Kaimauer noch vor Ende 2028 in Betrieb zu nehmen.

„Dieser Zeitplan ist für die schwedische Industrie von strategischer Bedeutung“, teilte die Hafenverwaltung mit. „Mehrere große europäische Containerhäfen stoßen sowohl bei der Wassertiefe als auch bei den verfügbaren Kapazitäten an ihre Grenzen. „Skandia Gateway“ schaffe bessere Voraussetzungen dafür, dass die weltweit größten Containerschiffe Göteborg anlaufen können, und ermöglicht so einen direkteren Warenverkehr zwischen Schweden und den globalen Märkten.

„Skandia Gateway ist eine Investition für die kommenden Jahrzehnte“, so Dörrheide. „Dass wir eine wichtige Phase planmäßig und im Kostenrahmen abschließen und gleichzeitig die nächste vorantreiben, zeigt, dass das Projekt große Fortschritte macht. Nach Fertigstellung von Skandia Gateway werden wir unsere Kapazitäten und Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken und noch bessere Bedingungen für die schwedische Industrie schaffen, um globale Märkte zu erreichen.“

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