Singapur: Neuer Portalkran stürzt bei der Ablieferung ein

Im Tuas Port in Singapur kam es zu einem seltenen Vorfall: Ein neu angelieferter STS-Kran stürzte ein.
Videos zeigen das Ausmaß des Schadens. Menschen wurden nicht verletzt. [ds_preview]
Einstürze von Kranen in Häfen sind selten, und wenn es passiert, dann meist durch eine Kollision mit einem Schiff. Im Tuas Port – einem Neubau-Projekt in Singapur – ist allerdings etwas noch Ungewöhnlicheres geschehen: Der neu angelieferte STS-Kran (Ship to Shore) für das Containerterminal stürzte noch während des Aufbaus ein. Auf X kursieren Videos der ramponierten Anlage.
Terminals in Singapur weiterhin betriebsfähig
Berichten zufolge „kippte“ der neue Kran um ca. 13 Uhr Ortszeit am Sonntag noch während der Anlieferung um. Am Kai herrschte noch kein Betrieb, es gab keine Verletzten oder gar Todesopfer. Angeben der Maritime Port Authority (MPA) von Singapur wurden auch keine umliegenden Hafenanlagen oder -ausrüstungen beschädigt. Alle Liegeplätze der PSA Singapore sind weiter zugänglich – der Vorfall schränkt den laufenden Betrieb und Ausbau des Hafens nicht ein. MPA und PSA untersuchen derzeit, wie es zu dem Unfall kommen konnte, und arbeiten mit anderen Behörden zusammen, um die Schäden zu beheben.
Tuas Port ist dem Hafen von Singapur vorgelagert und das weltweit größte vollautomatische Containerterminal. Es wurde konzipiert, um den wachsenden Anforderungen der internationalen Schifffahrt gerecht zu werden und die Position Singapurs als Umschlagsplatz zu festigen. Im Februar erreichte der seit September 2022 aktive Hafen einen Meilenstein: Insgesamt 10 Mio. TEU wurden am Tuas Port abgefertigt. Am Hafen von Singapur ist plant, den gesamten Container-Betrieb innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte nach Tuas zu verlagern. Hafenflächen im Stadtzentrum sollen damit für andere Projekte verfügbar werden. (JW)

