Hendrik Hesse startet mit Ozean Engineering nach abh-Insolvenz neu durch

Die Firma abh musste nach einer Insolvenz 2023 liquidiert werden. Hesse berichtet von einer »schweren Zeit« vor der Neugründung und Differenzen mit dem Amtsgericht. »Wir sind erstarkt aus der Situation hervorgegangen«, so der Co-Gründer und geschäftsführende Gesellschafter von Ozean Engineering in der neuen Episode des HANSA Podcasts.
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Ausführlich berichtet Hesse von seinem eigenen Werdegang als »Nicht-Schiffbauer« und was seine Motivation war (und ist), eine Shipdesign-Firma in Emden aufzusetzen. Es geht um »familiäre Vorbelastungen«, Ferienjobs an Bord, Seeluft schnuppern und Rost klopfen, aber auch um Erfahrungen aus anderen Bereichen, die er jetzt alle in Ozean Engineering einbringen kann.
Hesse plant „fully fledged design boutique“
Erst jüngst hat Ozean Engineering ein zusätzliches Büro in Hamburg bezogen, als Anlaufstelle für die dortigen Reedereien und Geschäftspartner. »Wir wollen hier präsenter sein«, sagt Hesse und spricht auch über den Standort Emden.
Zu den Schwerpunkten der Firmen-Aktivitäten zählen nach wie vor Containerschiffe und MPP-Schiffe, bei denen er – zumindest in Deutschland –eine signifikante Nachfrage registriert.
In beiden Segmenten sei man mit vorbereiteten Designs gut aufgestellt. Künftig will Hesse wie auch andere Shipdesigner proaktiver an den Markt gehen: Mit mehr Marktforschung und über Kooperationen mit Schiffsmaklern, die ihre Expertise aus der Praxis einbringen. »Wir versuchen, gute Beziehungen aufzubauen, zu den führenden Maklern im Hamburger Bereich, aber auch international.« Gespräche dazu werden geführt.
Weiter ist Ozean Engineering an anderer Stelle: Im Rahmen der Schiffbau-Messe SMM in Hamburg wurde eine Kooperation mit einem indischen Partner besiegelt. Hesse sieht das ebenfalls als Teil der Weiterentwicklung. Im Gespräch geht er auf Details und seine Sicht auf Potenziale – aber auch noch bestehende Herausforderungen – des Schiffbau-Markts Indien ein, in dem in den letzten Jahren mehrere Reeder aktiv geworden sind, darunter auch deutsche Schiffseigner.
Generell will Hesse die Firma – weg vom reinen Engineering-Dienstleister – zu einer »fully fledged design boutique« weiterentwickeln, »die auch operative Aspekte beim Reeder mit abdeckt«. Ein Beispiel: »Wir haben uns ganz früh auf die Fahne geschrieben, Technologien wie Künstliche Intelligenz, KI-Agenten und Large Language Models (LLMs) zu integrieren und haben eine eigene Software entwickelt«, sagt Hesse und spricht über ein »breiteres Mindset« sowie Algorithmen für die Dekarbonisierung der Flotte.
Hören Sie hier die komplette Episode. Hendrik Hesse spricht darin unter anderem auch über:
- den „historischen“ Hintergrund der Firma
- Differenzen mit dem Amtsgericht bei der Firmen-Neugründung
- seinen persönlichen Werdegang als „Nicht-Schiffbauer“ in der Schifffahrt
- Shipdesign-Arbeit für Containerschiffe und MPP-Schiffe
- Nachfrage-Trends seitens Reedereien
- Proaktive Zusammenarbeit mit Maklern für neue Designs
- Neues Büro in Hamburg und Gespräche mit Reedern
- Unterschiedliche Interessen von Reeder, Werft, Klasse & Co.
- Cargo Intake vs. Baupreis vs. Kraftstoff-Verbrauch
- Bedarf an „Mediation“ bei der Entwicklung eines Schiffs
- eine neue Kooperation mit Partnern aus Indien
- Besondere Projekte in Indonesien
- Projekte im Marine- und im Fahrzeugbau
- Shipdesign in Zeiten neuer Regulierung
- Wulstbug, Stabilität & Co.
- neue Wege im Shipdesign
- Künstliche Intelligenz und ein selbstentwickeltes neues Tool
- Schiffbau Indien und Lerneffekte für Reeder und Werften
- Nuklear-Antriebe und Effekte für das Shipdesign


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