TKMS und Navantia bauen Partnerschaft aus

Laut einer gemeinsamen Mitteilung hätten die Gespräche der letzten drei Monate zu einer „gemeinsamen Ausrichtung auf klar definierte Bereiche“ geführt, in denen die Unternehmen durch die Partnerschaft einen Mehrwert für die Kunden generieren können. Vertreter von TKMS und Navantia haben nun eine zweite Absichtserklärung unterzeichnet, um das Vorhaben zu bestätigen.
Durch die Bündelung ihrer jeweiligen Stärken wollen beide Unternehmen unter anderem die dem Markt zur Verfügung stehenden industriellen Kapazitäten erweitern, Lieferzeiten verkürzen und die Leistungsfähigkeit steigern. Bis zum Jahresende soll ein Rahmen für die Zusammenarbeit geschaffen werden. Eine Fusion oder der Kauf von gegenseitigen Anteilen sei nicht geplant, teilten die Unternehmen mit. Bestehende Verträge, Programme und Projekte sollen von von der Partnerschaft unabhängig.
TKMS und Navantia beabsichtigen, die industrielle Basis und Souveränität Europas im Verteidigungsbereich zu stärken. Mit Europa verbündete oder befreundete Marinen sollen auf diese Weise „modernste U-Boot-Lösungen innerhalb angemessener Zeiträume“ erhalten können.
„Die Sicherheit Europas erfordert eine stärkere und widerstandsfähigere industrielle Basis“, sagte Oliver Burkhard, CEO von TKMS. „Diese Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt hin zur Bündelung komplementärer industrieller Stärken unter Wahrung unserer technologischen Führungsrolle, der Designhoheit und Qualitätsstandards, die TKMS auszeichnen. Indem wir unsere Stärken bündeln, werden wir die industrielle Basis und die Souveränität Europas im Verteidigungssektor stärken und zu einer größeren strategischen Autonomie Europas beitragen.“
Andreas Görgen, COO von TKMS, fügte hinzu: „Die heutige Absichtserklärung spiegelt den hervorragenden Fortschritt unserer Gespräche und das starke Engagement beider Partner wider, ein neues Modell zu schaffen, das die Stärken von TKMS und Navantia in ausgewählten Bereichen bündelt, die Möglichkeiten für beide Unternehmen erweitert und unseren Kunden größere industrielle Kapazitäten, technologische Exzellenz und eine verbesserte Lieferleistung bietet. Gleichzeitig werden beide Partner weiterhin unabhängig agieren und sich voll und ganz ihren bestehenden Programmen und Kunden widmen.“
TKMS ist eines der weltweit größten Unternehmen in der Marineindustrie und beschäftigt fast 10.000 Mitarbeiter auf drei Werften in Kiel, Wismar und im brasilianischen Itajaí. Das staatlich geführte Unternehmen Navantia ist auf den Bau von sowohl Schiffen als auch U-Booten spezialisiert; fast 6.000 Mitarbeiter sind auf den spanischen Werften tätig.
„Navantia und TKMS stärken gemeinsam Europas strategische Autonomie und schaffen eine robuste und skalierbare industrielle Verteidigungsbasis, um der weltweit wachsenden Nachfrage in den Bereichen Konstruktion, Bau und Instandhaltung von U-Booten gerecht zu werden“, kommentierte Ricardo Domínguez, Vorstandsvorsitzender von Navantia.

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