„Gorch Fock“ kehrt nach Transatlantikreise nach Kiel zurück

Unter dem Kommando von Kapitän zur See Elmar Bornkessel führte die Reise zunächst über Bayonne, Las Palmas und Bermuda an die US-Ostküste. Dort lief die „Gorch Fock“ unter anderem Norfolk, Baltimore, New York und Boston an. Weitere Stationen waren Halifax in Kanada und Reykjavik auf Island.
Zu den Höhepunkten der Reise zählte die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Am 4. Juli passierte das Segelschulschiff in New York die Freiheitsstatue. Anschließend nahm die „Gorch Fock“ gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen an der Regatta um die Five Sister Trophy teil und gewann die Trophäe erstmals seit 50 Jahren wieder.
Auf der letzten Etappe von Halifax nach Reykjavik überquerte der Großsegler den Polarkreis. Nach Angaben der Marine sichtete die Besatzung dabei unter anderem Eisberge und das grönländische Festland.
Bis zu 230 Besatzungsmitglieder an Bord
Während der Reise waren zeitweise bis zu 230 Besatzungsmitglieder an Bord. Insgesamt absolvierten 240 Offizieranwärter in drei Törns ihre Ausbildung auf dem Schiff. Hinzu kamen 50 Soldaten des freiwilligen Wehrdienstes, die über das Work-&-Travel-Programm der Marine mitreisten.
Kommandant Bornkessel wertet die Ausbildungsreise als Erfolg. „Die Reise hat die klassische Ausbildung der Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter mit der diplomatischen Rolle unseres Segelschulschiffes auf besondere Weise verbunden“, sagte er. Der Gewinn der Five Sister Trophy stehe zudem für „die Qualität unserer Ausbildung, gelebten Teamgeist und die Leistungsfähigkeit von Schiff und Besatzung“.
Die „Gorch Fock“ ist seit Dezember 1958 im Dienst und damit das älteste aktive Schiff der Deutschen Marine. Bislang wurden auf der Bark rund 20.000 Offizier- und Unteroffizieranwärter ausgebildet. Insgesamt hat das Schiff nach Marineangaben rund 800.000 sm zurückgelegt und etwa 400 Häfen in mehr als 60 Ländern angelaufen.

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