Konnektivität vereinfacht den Schiffsbetrieb

Unter dem Motto „Connected to Perform – Enabling a Digital, Secure, and Human-Centric Fleet“ hat der Konnektivitätsanbieter Inmarsat im Rahmen der SMM zu einer Diskussionsrunde eingeladen.
Das Thema Konnektivität stieß auf großes Interesse (© Visser)
Das Thema Konnektivität stieß auf großes Interesse (© Visser)

Gemeinsam mit HANSA brachte das Unternehmen Vertreter aus Schifffahrt und Technologie zusammen, um über die zunehmende Digitalisierung von Flotten und deren Auswirkungen auf den Schiffsbetrieb zu diskutieren.

Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von Echtzeitdaten, Cyberresilienz und einer stärkeren Vernetzung von Schiff und Landorganisation. Eine zuverlässige Konnektivität auf See bildet dabei die Grundlage für zahlreiche digitale Anwendungen, die den Betrieb effizienter gestalten und gleichzeitig die Besatzungen an Bord unterstützen sollen.

Zum Auftakt stellte Gert-Jan Panken, General Manager and Vice President Inmarsat Maritime, NexusWave vor. Die Lösung bündelt mehrere Kommunikationsnetze zu einer gemeinsamen, gemanagten Breitbandverbindung für Schiffe. Ziel ist es, eine zuverlässige, schnelle und möglichst unterbrechungsfreie Internetverbindung auf See bereitzustellen und damit die Konnektivität an Bord stärker an die Bedingungen an Land anzunähern.

Zu den Kunden von Inmarsat gehört Hapag-Lloyd. Patrick Briest, Senior Director IT – Network & Operations bei Hapag-Lloyd, erläuterte auf der Veranstaltung, wie die Digitalisierung die Arbeit bei Deutschlands größter Containerreederei in den vergangenen Jahren verändert hat. Eine zuverlässige Internetanbindung ermögliche es, zahlreiche Aufgaben an Bord schneller und effizienter auszuführen. Das Spektrum reicht von der Warenlogistik über Routenplanung und Wettervorhersagen bis hin zur Ersatzteilbeschaffung.

Nach Angaben von Briest hat die Digitalisierung auch dazu beigetragen, im Gemini Cooperation Network eine Fahrplantreue von rund 90 % zu erreichen. Darüber hinaus spielt sie eine wichtige Rolle bei den Effizienz- und Klimazielen der Reederei. Bis 2020 will das Unternehmen seine CO₂-Emissionen um 30 % gesenkt haben. Bis 2027 strebt Hapag-Lloyd zudem Einsparungen von 100 US-$ pro TEU an.

In einer anschließenden Paneldiskussion, moderiert von HANSA-Redakteur Jannik Westerkamp, wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Die Teilnehmer diskutierten unter anderem, wie Digitalisierung und verbesserte Konnektivität Arbeitsabläufe an Bord und an Land verändern und welche Anforderungen sich daraus für Reedereien und Besatzungen ergeben.

An der Diskussion nahmen neben Patrick Briest auch Audra Drablos, Strategy Director Inmarsat Maritime, Matthias Becker, Managing Director Anglo-Eastern Germany, sowie Konstantin Pohsin, Fleet Captain bei Fairplay Towage, teil.

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