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Noch immer liegt die mittlerweile in zwei Teile zerbroche »Kea Trader« auf einem Riff vor Neukaledonien. Immer neue Probleme tauchen auf.

Bevor das Bergungsunternehmen Ardent Maritime die Wrackbeseitigung starten kann, stehen weitere Arbeiten an. Weil das Containerschiff Anfang November zerbrochen war, sind nun Bereiche im Innern des Schiffs dem Meerwasser ausgesetzt. So gelangen immer wieder Betriebsstoffe ins Wasser. Jetzt hat laut der französischen Verwaltung in Neukaledonien die Verhinderung einer Umweltverschmutzung Prioriträt.

Aus einem Laderäumen im vorderen Teil des Wracks sollen die Rückstände mittlerweile entfernt worden sein, in weiteren Bereichen muss noch Öl per Skimming entfernt werden. In einem Laderaum befinde sich auch noch mit Öl verschmutzter Müll. Am Heck muss öliges Wasser aus dem Maschinenraum abgepumpt werden.

Wettlauf gegen die Zeit

Täglich finden Überwachungsflüge über dem Wrack statt, zuletzt seien keine Spuren von Verschmutzung entdeckt worden. Allerdings sei auf Fotos, die aus einem von Ardent gecharterten Hubschrauber am 4. Dezember gemacht wurden, eine »Verschlechterung der Situation auf der Backbordseite zu erkennen«, heißt es.

Diese neue Phase der Arbeiten sei ein Wettlauf gegen die Zeit, beide Bruchstücke des Rumpfes müssten gereinigt werden, bevor die Demontage beginnen könne.

Die erst im Januar 2017 abgelieferte »Kea Trader« (25.300 tdw)  fuhr in Charter des Reefer-Carriers Seatrade im Verkehr zwischen Europa und Neuseeland, als es am 12. Juli auf der Reise von Papeete (Französischj-Polynesien) nach Noumea (Neukaledonien) auf das Durand-Riff lief. Schon vor dem Auseinanderbrechen des Havaristen hatte der Schiffseigner Lomar Shipping Ende September mitgeteilt, dass das Schiff nicht repariert werden könne und recycelt werden müsse. Die Schäden waren durch den Seegang immer größer geworden. Vor einigen Tagen waren bereits Ölrückstände an den Stränden einiger Inseln in der Region aufgetaucht, im Verdacht als Quelle stand die »Kea Trader«.

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