Hellespont-Finanzchef Brack wird Geschäftsführer bei Columbia

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Das auf Zypern und in Hamburg ansässige Schifffahrtsunternehmen Columbia Shipmanagement bekommt einen neuen Geschäftsführer. Joachim Brack wechselt von Hellespont Shipmanagement.

Brack und Columbia-Präsident Mark O´Neill bestätigten jetzt auf HANSA-Anfrage, dass der bisherige Finanzchef von Hellespont Anfang Februar zum Unternehmen aus der Gruppe von Heinrich Schoeller stößt. Am Standort Hamburg soll er neben Geschäftsführer und Group COO Carsten Sommerhage sowie dem Technical Director Pablo Mussi fungieren und die Bereiche Finanzen, Commercial und Business Development verantworten. Sommerhage ist Group COO.

»Es hat mir bei Hellespont sehr gut gefallen und der Wechsel fällt mir schwer, aber ich möchte diese Chance gerne ergreifen«, sagte Brack der HANSA.

Mit dem Schritt stellt sich Columbia auch strukturell etwas neu auf. Bislang war Mads Soerensen für das Finanzressort verantwortlich, er will sich »neuen Herausforderungen« stellen, heißt es seitens Columbia. Nach Informationen der HANSA wechselt er zur Hamburger Orion-Reederei. Für Brack wurde der Zuständigkeitsbereich neu zugeschnitten. Er soll das Shipmanagement-Geschäft am Standort Hamburg ausbauen.

Bei Hellespont, geführt von CEO Phrixos Papachristidis, war Brack acht Jahre als Finanzchef (Chief Financial Officer) aktiv. Dort war er an der finanziellen Restrukturierung aktiv beteiligt. Zuvor arbeitete er unter anderem als »Head of Finance« bei der Lloyd Fonds AG. Seine Rolle bei Hellespont übernimmt ab sofort Papachristidis selbst, der somit stärker in das operative Geschäft des Shipmanagers einsteigt.

Mark O’Neil, Präsident des Columbia Shipmanagement, erklärte: »Joachim wird ein enormer Gewinn für uns sein, wenn es darum geht, unseren Kunden (kleinen und großen) den besten und maßgeschneiderten Service im Bereich Schiffsmanagement und maritime Dienstleistungen anzubieten sowie bei der Erschließung des europäischen und skandinavischen Marktes.«

Schoeller hatte Columbia 1978 in Limassol auf Zypern gegründet. Das Unternehmen gehört im technischen Management zu den global führenden Unternehmen, nach HANSA-Informationen wurden zuletzt knapp 300 Schiffe betreut.

Quelle: HANSA

Nach langen Monaten der Verhandlungen und Prüfungen hatten Columbia und das ebenfalls auf Zypern ansässige Unternehmen Marlow von Hermann Eden im September 2017 den Zusammenschluss der beiden Schwergewichte bekannt gegeben. Unter dem Namen »Columbia Marlow« sollten die Segmente »Technical Management« und »Crewing« vereint werden. Beide sind wechselseitig mit jeweils 50% an der gemeinsamen Holding sowie an allen Einzelfirmen des jeweiligen Partners beteiligt. Operativ bleiben allerdings Büroräume, Teams und auch IT-Systeme weiter getrennt. Beide Unternehmen haben unterschiedliche Zielmärkte und Kunden, heiß es zuletzt im November. Während Columbia verschiedene, auch große Schiffstypen vom Tanker bis zum Passagierschiff technisch betreue, sei Marlow vor allem im Crewing für meist kleinere, oft KG-finanzierte Containerschiffe aktiv. Da gebe es wenig Gemeinsames.