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Nordsee Nassbagger- und Tiefbau und Dredging International, Tochtergesellschaften der DEME-Gruppe, haben den Auftrag für die Wasserbauarbeiten bekommen, die im Rahmen der Fahrrinnenanpassung der Elbe zu leisten sind.

Das Projekt umfasst die Verbreiterung und Vertiefung der 116 km langen Fahrrinne zwischen Cuxhaven und Hamburg auf eine Tiefe von 14,50 m. Damit können Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 m die Elbe tidenunabhängig befahren. Derzeit ist dies nur mit bis zu 12,50 m möglich.

Moderne Bagger im Einsatz

Rund 32 Mio. t Material müssten gebaggert, transportiert und umgelagert werden, so DEME. Dafür wird das Unternehmen nach eigenen Angaben drei Baggerschiffe einsetzen. Die gasbetriebene »Scheldt River« und »Peter the Great«, haben die Arbeiten bereits aufgenommen, die 2021 beendet sein sollen. Das dritte Schiff ist die neue »Bonny River«.

Der Neubau wurde erst vor wenigen Tagen in die Flotte aufgenommen. Das Schiff mit einer Kapazität von 15.000 m³ sei der Auftakt für eine neue Generation von Hopperbaggern, so DEME. Die »Bonny River« sei in der Lage, sehr harte Böden zu baggern und könne in mehr als 100 m tiefen Gewässern arbeiten, heißt es.

Der Neubau verfügt über ein langes Saugrohr in Kombination mit einer großen Tragfähigkeit. Dennoch habe das Schiff nur einen geringen Tiefgang, sagt der Eigner. Darüber hinaus ist es mit einem Nachlaufrohr ausgestattet mitsamt eines Steinschleppkopfes.

An dem großen Saugrohr befindet sich ein großes Strahlrohr, das überlaufendes Wasser verwendet, welches zurück zum Meeresboden gepumpt und in den Baggerprozess integriert wird. Auf diese Weise entstünde eine »geschlossene Baggerung«, bei der die vom Brauchwasser erzeugte Trübung vermieden werde, so die Belgier. Dies sei insbesondere in umweltsensiblem Bereichen wichtig.

Darüber hinaus soll die Rumpfform und das zweistufige Antriebsgetriebe den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren. Ferner hat das Schiff nach Auskunft von DEME einen »Green Passport« und eine »Clean Design«-Notation.