Biglift schließt Transporte für kanadisches Export-Terminal ab

Vor der Küste von British Columbia entsteht das Joint-Venture-Energieprojekt REEF. Die Anlieferung der notwendigen Konstruktionen übernahm die Spliethoff-Tochter Biglift. Vier Schiffe waren dafür im Einsatz.
Arbeitsschiffe vor der Küste von Ridley Island, Kanada
© BigLift

Bei der „Ridley Island Export Facility“ (kurz REEF) handelt es sich um ein Export-Terminal für Flüssiggas und Massengüter beim Hafen Prince Rupert in British Columbia. Über das Terminal sollen kanadische Energieträger wie Propan und Butan künftig nach Asien exportiert werden. Betrieben wird es als Joint Venture von den beiden Energieunternehmen Altagas und Vopak, die geplante Fertigstellung ist noch in diesem Jahr.

Seit Anfang der Bauarbeitennimmt das Terminal inzwischen Form an. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat auch Biglift Shipping, ein Unternehmen der Spliethoff-Gruppe. Ab Juni 2024 führte Biglift zehn Projektfahrten für das Projekt durch: Im Einsatz waren die Schiffe „Happy Dragon“, „Pottersgracht“, „Happy Star“ und „Happy Sky“.

Schiffe lieferten komplexe Ladung an

Das Projekt begann mit dem Transport von Stahlkonstruktionen, Gründungspfählen und Spezialausrüstung an Bord der „Happy Dragon“. Zu den logistischen Herausforderungen gehörten laut Biglift die Vorsortierung hunderter Pfähle unterschiedlicher Länge, Gewicht und Durchmesser sowie die kontinuierliche Anpassung der Fahrpläne an die Liefer- und Installationsanforderungen von REEF.

Im nächsten Projektabschnitt lieferte die „Pottersgracht“ die ersten beiden Brückenmodule für die Seebrücke (Jetty) an. Ebenfalls enthalten waren Module für das Rohrbrückensystem, das die Entladestationen für den Schienenverkehr mit der Anlage im Hinterland (Uplands-Bereich) verbindet; die Schiffe der „Happy S“-Klasse von Biglift transportierten und installierten zudem die verbleibenden elf Brückenmodule sowie die Übergangsplattform.

Während des gesamten Projekts optimierte das Engineering-Team von Biglift die Ladekapazitäten für jede Fahrt, um eine effiziente Ladungskonfiguration bei gleichzeitiger Einhaltung höchster Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Zudem entwickelte das Team ein Festmachersystem, um die Schiffe der „Happy S“-Klasse sicher innerhalb des Offshore-Verbands zu positionieren. „Das für den wiederholten Einsatz an verschiedenen Liegeplätzen konzipierte System bot eine flexible und kosteneffiziente Lösung und trug zu sicheren, stabilen und effizienten Installationsarbeiten bei“, teilte Biglift mit.

Der erfolgreiche Abschluss aller zehn Fahrten unterstreiche die Fähigkeit des Unternehmens, komplexe Offshore-Logistiklösungen zu realisieren. „Biglift Shipping ist stolz darauf, die erfolgreiche Durchführung des REEF-Projekts durch enge Zusammenarbeit, technische Expertise und das gemeinsame Engagement für den Projekterfolg unterstützt zu haben“, schloss die Reederei.

Neubau in China bestellt

Abseits des Projekts baut Biglift die eigenen Kapazitäten weiter aus: Im Februar hat die Schwergut-Reederei ein Schwesterschiff der „Happy Star“, die auch bei REEF im Einsatz war, in Auftrag gegeben. Gebaut wird das Schiff von der chinesischen Werft Dalian Shipbuilding Offshore Co., es besteht außerdem eine Option auf einen zweiten Neubau.

Gemeinsam mit dem koreanischen Partner CY Shipping taufte Biglift kürzlich außerdem den neuen Deckcarrier „CY Frontier“.

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