Bachmann, Zangerl
Bachmann-CEO Bernhard Zangerl (© Bachmann Electronic)

Der in Feldkirch ansässige Zulieferer Bachmann Electronic zieht ein positives Fazit für das vergangene Jahr, hat aber auch politische und bürokratische Stolpersteine im Blick.

Der österreichische Automatisierungsspezialist blickt auf ein „erfolgreiches Geschäftsjahr“ 2024 zurück.[ds_preview]

Dabei konnte unter anderem ein neuer Rekordwert erreicht werden. Bachmann steigerte einer aktuellen Bilanz-Mitteilung zufolge den Umsatz auf ein neues Allzeithoch: unterm Strich waren es 108 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr konnte damit ein Plus von 3,8% oder 4 Mio. € verbucht werden. Deutlicher wird die positive Entwicklung, wenn man sich einen etwas längeren Zeitraum anschaut: Von 2019 bis 2024 beträgt die Steigerung 54%.

Während die Lage im europäischen Maschinenbau, einem der drei Kernmärkte des Unternehmens, anhaltend schwierig bleibt, konnte Bachmann Electronic durch „innovative Erweiterungen unter anderem in den erneuerbare Energien, insbesondere der Windenergie“, weiter wachsen, heißt es. Vor allem das Energiemanagement inklusive Speicherlösungen auf Basis von Batterie- und Wasserstofftechnologien werde in diesem Bereich immer wichtiger.

Zudem konnte das Unternehmen bei maritimen High-Tech-Anwendungen und im klassischen Schiffbau expandieren. Hier will man die Entwicklung autonomer Schifffahrt und nachhaltiger Schiffsbetriebskonzepte vorantreiben.

Es gibt jedoch auch Aspekte, die eher für Sorgenfalten sorgen: Trotz des neuerlichen Umsatzrekords sei das vergangene Jahr von zahlreichen Herausforderungen geprägt gewesen, die auch 2025 fortbestehen. „Die überproportionalen Kostensteigerungen in Europa stellen international agierende Unternehmen vor große Hürden. Neben den Personalkosten waren die Aufwendungen für IT-Sicherheit und Software die wesentlichen Kostentreiber“, erklärte Beat Rünzler, CAO (Chief Administrative Officer) von Bachmann. Hinzu kämen verschärfte gesetzliche Rahmenbedingungen. Sogleich folgt eine deutliche Nachricht nach Brüssel: „Der versprochene Bürokratieabbau der Europäischen Union bleibt bislang ein Lippenbekenntnis. Die regulatorischen Anforderungen nehmen eher zu als ab, was selbst leistungsstarke Unternehmen wie Bachmann erheblich ausbremst“, kritisierte Bernhard Zangerl, Bachmann-CEO die Politik.

Unabhängig dieser Stolpersteine will Bachmann in diesem Jahr weiter zulegen, man verfolge einen vorsichtigen Wachstumskurs. „Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit sind unberechenbar, was langfristige Planungen erschwert“, so Rünzler. Trotzdem bleibe man optimistisch. „Mit allzu viel Pessimismus können wir nichts anfangen“, so CEO Zangerl. „Deshalb werden wir auch 2025 mit vollem Einsatz und einem gesunden Maß an Optimismus neue Chancen und Lösungen vorantreiben.“

Bachmann in Zahlen

  • Umsatz 2024: 108 Mio. €
  • Vergleich Vorjahr: +3,8%/4 Mio. €
  • Exportanteil: 95%
  • Standorte: 20 weltweit
  • Mitarbeiter: 555 (+3,2%)
  • Nationalitäten: 33