Fincantieri soll U-Boote früher abliefern

Der Vertrag besteht zwischen Fincantieri und der OCCAR (Organisation for Joint Armament Co-Operation) und betrifft das Programm „U212 NFS“. Im Rahmen dieses Programms baut Fincantieri vier U-Boote für die italienische Marine.
Mit der neuen Vereinbarung, unterzeichnet von OCCAR-EA-Direktor Joachim Sucker und Fulvio Palermo (Leiter Projektmanagement im Geschäftsbereich Marine bei Fincantieri) erweitert sich der bestehende Vertrag. Fincantieri übernimmt nun größere Leistungen im Rahmen des Programms, der Auftrag hat einen Wert von ca. 317 Mio. €.
Konkret sollen die U-Boote mit neuen Abwehrsystemen ausgestattet werden, die vom auf Unterwassersysteme spezialisierten Konzern WASS entwickelt worden sind. WASS gehört ebenfalls zur Fincantieri-Gruppe. Zudem werde die Logistikunterstützung ausgebaut, um die langfristige Einsatzbereitschaft und Effizienz der U-Boote zu gewährleisten. Die Vertragsänderung ermöglicht zudem eine Vorverlegung des Liefertermins für das vierte U-Boot des Programms um zwei Jahre – von 2034 auf 2032 –, sodass die italienische Marine ab 2029 jährlich ein neues U-Boot übernehmen kann.
Die Integration der neuen Abwehrlösungen, die erstmals auf italienischen U-Booten zum Einsatz kommen sollen, stelle laut Fincantieri einen weiteren Schritt dar, um die Leistungsfähigkeit der Schiffe zu steigern. Die Initiative stehe im Einklang mit der Strategie des Unternehmens, die Führungsposition im Unterwasserbereich zu festigen – einem der „zentralen Pfeiler für das industrielle und technologische Wachstum des Konzerns“.
„Eine der wichtigsten Wachstumssäulen“
„Diese Vereinbarung bestätigt die zentrale Rolle von Fincantieri bei der Entwicklung der italienischen Unterwasserfähigkeiten und stärkt unsere Positionierung in einem für nationale Sicherheit, Verteidigung und technologische Wettbewerbsfähigkeit strategisch wichtigen Bereich“, sagte Fincantieri-CEO Pierroberto Folgiero. „Der Unterwassersektor ist heute eine der wichtigsten Wachstumssäulen der Gruppe; wir haben hier ein integriertes industrielles Ökosystem geschaffen, das die gesamte Wertschöpfungskette – von Plattformen und Systemen bis hin zu fortschrittlichen Dienstleistungen – umfasst. In diesem Rahmen demonstriert das Programm U212 NFS die Fähigkeit von Fincantieri, Schiffbau-Expertise, eigene Technologien und Fachwissen zu bündeln und dabei auf die Exzellenz zurückzugreifen, die in unseren Unternehmen und der gesamten nationalen Industriebasis gewachsen ist. Die Vorverlegung der Auslieferung des vierten U-Boots auf das Jahr 2032 beweist, dass Fincantieri in der Lage ist, Innovation, industrielle Expertise und Umsetzungskompetenz in konkrete Ergebnisse zu überführen; dies ermöglicht es der italienischen Marine, ab 2029 jährlich ein neues U-Boot in Dienst zu stellen.“
Das Programm U212 NFS (Near Future Submarine) stellt laut Fincantieri eine bedeutende Weiterentwicklung gegenüber den bisherigen U-Booten der Klasse U212A dar und zeichne sich durch ein ausgereifteres Design, einen höheren Anteil an nationalen Technologien sowie eine stärkere Integration der Bordsysteme aus. Von der italienischen Industrie entwickelte Innovationen – darunter Lithium-Ionen-Antriebsbatterien und das neue Gefechtsführungssystem – sorgen für verbesserte Tarnung, Ausdauer, operative Effizienz und Cyber-Resilienz.

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