Neuer MCN-Guide für Schiffseffizienz mit K.I. und Motor-Retrofits

Pünktlich zur SMM ist der neue „MCN Guide Ship Efficiency“ erschienen. Der Leitfaden soll einen kompakten Überblick über aktuelle regulatorische Anforderungen, neue Technologien und bewährte Ansätze für einen effizienten Schiffsbetrieb bieten, heißt es heute zur Veröffentlichung. Die Inhalte sind sowohl für Bestandsschiffe als auch für Neubauten relevant. Damit soll der Guide eine „praxisnahe Orientierung“ bei der Auswahl und Bewertung von Technologien und Kraftstoffoptionen ermöglichen.
„Der Übergang zu einer umweltfreundlichen Schifffahrt erfordert mehr als nur eine einzige Technologie. Der MCN-Leitfaden hat sich zu einer wertvollen Informationsquelle für die Branche entwickelt, da er unterschiedliche Vorschriften, Technologien und operative Erfahrungen in einem praktischen, unabhängigen Nachschlagewerk zusammenführt, das eine fundierte Entscheidungsfindung ermöglicht“, sagt Richard Marioth, Leiter der MCN-Fachgruppe Schiffseffizienz und Geschäftsführer der Firma Idealship.
Neu aufgenommen wurden unter anderem Inhalte zu Blendings und Additiven sowie zu verschiedenen Kraftstoffoptionen für die Dekarbonisierung der Schifffahrt. Aktualisierte Kraftstoffmatrizen sollen zudem den Vergleich verschiedener Kraftstoffoptionen erleichtern. Erweitert wurde auch das Kapitel „Digitalisation, Assistance and Performance Monitoring“, das nun unter anderem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Erfassung, Analyse und Auswertung von Betriebsdaten behandelt. Diese spielen für die Optimierung der Schiffseffizienz eine immer größere Rolle.
Ergänzt wurde der Guide außerdem um eine Übersicht verfügbarer Engine-Retrofits für künftige Kraftstoffe sowie um weitere Retrofit-Technologien zur Steigerung der Schiffseffizienz. Ein neues Kapitel widmet sich Batterien in maritimen Anwendungen und ihrer wachsenden Bedeutung für vollelektrische Antriebe, etwa im Fährverkehr.
„Der MCN Guide Ship Efficiency zeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit im Maritimen Cluster Norddeutschland ist. Aber wir arbeiten in diesem Projekt nicht nur innerhalb unseres Netzwerks intensiv zusammen, sondern haben bei der Erarbeitung des Leitfadens auch zahlreiche externe Expert:innen eingebunden. Ohne das ehrenamtliche Engagement des Redaktionsteams würde es das Dokument in diesem Umfang nicht geben“, sagt Ines Jahnke, Projektmanagerin in der MCN-Geschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern, die das Projekt von Anfang an begleitet. Der Leitfaden ist auf der Homepage des MCN abrufbar.

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