Kaack gibt Führung der deutschen Marine ab – Großer Zapfenstreich geplant

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, wird das Kommando über die Deutsche Marine an der Marineschule Mürwik in Flensburg von Vizeadmiral Jan Christian Kaack an Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry übergeben. Im Anschluss an das feierliche Übergabezeremoniell wird Kaack mit einem Großen Zapfenstreich in den Ruhestand verabschiedet.

Der Vizeadmiral steht seit März 2022 an der Spitze der Marine – wenige Tage nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Seine Amtszeit stehe insbesondere für die strategische Neuausrichtung der Marine mit dem „Kurs Marine“, die konsequente Ausrichtung auf Landes- und Bündnisverteidigung sowie seinen Einsatz für eine „innovative, technologisch zukunftsfähige Flotte“, die mit neuen Fähigkeiten und unbemannten Systemen ihre Einsatzbereitschaft und internationale Handlungsfähigkeit stärkt – so das Statement der Bundeswehr. Zuvor hatte er unter anderem die Fregatte „Bayern“, die Einsatzflottille 1 und das NATO Joint Warfare Centre in Stavanger geführt.
Kaack übergibt an Abry
Auch für die deutschen Reeder und die deutschen Werften ist die Marine in der Amtszeit von Kaack zu einem deutlich wichtigeren Gesprächspartner geworden. Dabei geht es um die Sicherheit auf See und den Ausbau der eigenen Flotte.
Sein Nachfolger, Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry, verfügt den Angaben zufolge ebenfalls über langjährige See-, Einsatz- und internationale Führungserfahrung. Der 1988 in die Marine eingetretene Offizier war unter anderem Kommandant des Schnellbootes „Puma“ und der Fregatte „Niedersachsen“, Kommandeur der Marineschule Mürwik sowie in verschiedenen Verwendungen im Bundesministerium der Verteidigung und bei der NATO eingesetzt. Zu seinen Einsatzerfahrungen gehören etwa „Enduring Freedom“ und die EU-Mission Atalanta. Zuletzt war Konteradmiral Abry im Verteidigungsministerium eingesetzt.
Kaack selbst hatte as Kommando über die Deutsche Marine 2022 übernommen, als Nachfolger von Kay-Achim Schönbach. Zuvor war er Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte und Stellvertreter des Inspekteurs der Marine. Der Vizeadmiral sammelte Führungserfahrungen auf Schnellbooten, Zerstörern und Fregatten.
Von 2003 bis 2004 war er Kommandant der Fregatte »Bayern«. Dienstposten als Referent sowie Referatsleiter im Bundesministerium der Verteidigung folgten Verwendungen als Kommandeur der Einsatzflottille 1, Abteilungsleiter Einsatz in der Streitkräftebasis und Kommandeur des NATO Joint Warfare Centre in Stavanger/Norwegen.
Der gebürtige Eutiner wurde schon zu seinem Amtsantritt mit den Worten zitiert, er messe besonders der Ostsee und der Nordflanke große Bedeutung bei: »Wir haben bereits seit Längerem unsere Präsenz in der Ostsee erhöht, um damit ein deutliches Zeichen für unsere Bündnissolidarität zu setzen«, so Kaack zu seiner Amtseinführung.

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