Finnlines bleibt auf sicherem Kurs

Die Fährreederei Finnlines hat das erste Halbjahr erneut stabile Umsätze erzielt. Wichtig war dabei die energieeffiziente Flotte, durch die das Unternehmen weniger von hohen Kraftstoffkosten betroffen ist.
Eine Fähre von Finnlines
© Finnlines

Die gesamte Schifffahrtsbranche war in den ersten sechs Monaten des Jahres gleich von mehreren Ereignissen und Entwicklungen geprägt. Allen voran ist der Konflikt im Nahen Osten zu nennen: Durch die Sperrung der Straße von Hormus, die – nach Unterbrechungen – weiterhin anhält, sind die Kosten für Kraftstoffe stark gestiegen. Im innereuropäischen Raum, in dem Finnlines aktiv ist, kam ein weiterer Kostenfaktor hinzu: Das Emissionshandelssystem EU-ETS schreibt vor, dass Schiffe 100% ihrer Emissionen abdecken müssen – die Folge sind höhere Kosten für Reedereien.

„Dank unserer langfristigen Strategie, kontinuierlich in neue und energieeffizientere Schiffe zu investieren, sind wir den steigenden Energiekosten weniger stark ausgesetzt“, sagte Thomas Doepel, Präsident und CEO von Finnlines. „Im aktuellen volatilen Energieumfeld verleiht uns die Fähigkeit, auf ein breites Spektrum an Energiequellen zurückzugreifen, kombiniert mit Mechanismen zur Weitergabe von Energiezuschlägen, die nötige Widerstandsfähigkeit. Zusammen mit der stetigen Optimierung unserer Dienstleistungen, Kapazitäten und Routennetze hat dies zu einem zufriedenstellenden Ergebnis beigetragen.

Im zweiten Quartal setzte das Unternehmen seinen finanziellen Kurs fort. Der Umsatz der Finnlines-Gruppe belief sich im Zeitraum Januar bis Juni 2026 auf 412,4 Mio. € (2025: 351,9 Mio. €) und die Finanzlage blieb nach eigener Aussage solide.

Das EBIT lag bei 55,8 Mio. €; eine deutliche Steigerung gegenüber der 39,9 Mio. € des Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 51,2 Mio. € (33,8 Mio. €).

Das im Zeitraum Januar bis Juni 2026 beförderte Frachtvolumen umfasste insgesamt rund 409.000 Ladeeinheiten, 42.000 Pkw (ohne Privatfahrzeuge von Passagieren) sowie 595.000 t Stückgut und sonstige Fracht. Zudem nutzten 431.000 Privatpassagiere und Berufskraftfahrer die Fähren von Finnlines.

„In einer Welt zunehmender geopolitischer Unsicherheit geht unsere Verantwortung über die rein geschäftliche Leistung hinaus“, sagte Doepel. „Als Anbieter kritischer Infrastruktur für die maritime Logistik sind wir verpflichtet, die Kontinuität, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Transportströme zu gewährleisten, auf die sich unsere Kunden und die Gesellschaft täglich verlassen. Während sich die Welt um uns herum stetig weiterentwickelt, bleibt unser Engagement unverändert: die uns anvertrauten essenziellen Dienstleistungen zu sichern und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften, für die wir tätig sind, zu stärken. Ich möchte all unseren Mitarbeitern, Kunden und Stakeholdern danken, die gemeinsam mit uns eine nachhaltige Zukunft für den Seeverkehr und die Personenbeförderung gestalten.“

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