„Windpiper“ beginnt Einsatz in Ostsee-Windpark

Das spezialisierte Subsea Rock Installation Vessel (Gesteinsverlegeschiff) hat laut einem Posting des Unternehmens den Hafen von Rotterdam verlassen. An einem norwegischen Steinbruch soll die „Windpiper“ zunächst insgesamt 45.000 t Gestein in seinen beiden Laderäumen aufnehmen und anschließend weiter in die Ostsee fahren.
Boskalis nannte das Ziel der Reise nicht explizit, allerdings weisen Informationen des Beitrags darauf hin, dass es sich um den Windpark „Baltic Power“ handelt. Der Park entsteht vor der Küste Polens und soll bei seiner Fertigstellung eine installierte Leistung von 1,2 GW haben. Die „Windpiper“ wird das geladene Gestein durch ein Fallrohr nahe der Windturbinen platzieren, um sie zu schützen und zu stabilisieren.
Die „Windpiper“ ist bereits zu Beginn letzten Jahres angekündigt worden, die Ablieferung erfolgte letzten Monat. Boskalis ließ ein bestehendes Schiff umbauen, die Arbeiten dauerten insgesamt etwa anderthalb Jahre. Das Schiff ist 227 m lang, 40 m breit und verfügt über eine Gesamtleistung von mehr als 31.000 kW. Neben einem senkrechten Fallrohr ist das Schiff auch mit einer geneigten Variante ausgestattet. Wie Boskalis mitteilte, sei die „Windpiper“ mit sieben Strahlrudern und DP2-Zertifizierung ausgestattet und damit speziell für optimale Leistung unter schwierigen Offshore-Bedingungen ausgelegt.
Neben der „Windpiper“ investiert Boskalis auch in weitere Spezialschiffe. So hat das Unternehmen im Mai 2026 beispielsweise einen neuen XXL-Kabelleger in Südkorea geordert. Boskalis ist an mehreren Projekten in Nord- und Ostsee beteiligt, unter anderem an der Vertiefung der Fahrrinne im Hafen von Göteborg.

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