„Schifffahrts-Veteran“ Dietrich Dabels verabschiedet sich und geht auf den Kiez

Dietrich Dabels ist ein ganz bekanntes Gesicht in der deutschen maritimen Wirtschaft. Zuletzt war er viele Jahre für ABS tätig. Jetzt geht es in den Ruhestand. Für die nächsten Jahre hat er sich aber bereits eine Beschäftigung gesucht.
Dietrich Dabels, ABS Business Development Manager for Germany, Benelux, Poland (© ABS)

Die Schiffbau-Messe SMM war eines der letzten großen maritimen Events, auf denen Dabels zu sehen war. Wenige Tage später hat er sich nun aus dem Berufsleben in der Schifffahrt zurückgezogen.

„Die Schifffahrtsbranche ist eine riesige, einzigartige und faszinierende Welt; ich würde die 47 Jahre, die ich in ihr verbracht habe, gegen nichts auf der Welt eintauschen wollen“, schreibt er ein einem Statement an Freunde und Geschäftspartner. Er bedankte sich bei allen, „mit denen ich im Laufe meiner Karriere zusammenarbeiten durfte. Unsere Zusammenarbeit war stets außergewöhnlich – selbst in Momenten, in denen wir nicht immer dieselben Ziele verfolgten.“

Zu Beginn seiner Karriere war Dabels für die Marine und die Reederei Hamburg Süd auf See. Es folgten Stationen bei der Deutschen Fährgesellschaft Ostsee bevor es in zur deutschen Flaggenstaatsverwaltung und zum Fortbildungszentrum Hafen Hamburg zog. Nach sieben Jahren beim Verband Deutscher Reeder wechselte Dabels schließlich in den Markt der Klassifikationsgesellschaften, dem er fortan bis zu seinem Ruhestand treu blieb. Zunächst war er knapp dreieinhalb Jahre für die britische Klasse Lloyds Register tätig. Dan wechselte zum amerikanischen Wettbewerber ABS (American Bureau of Shipping). Als Business Development Manager vertrat er ABS in der deutschen Schifffahrt und wurde stets erreichbarer und engagierter Ansprechpartner unter anderem für die hiesigen Reedereien.

„Die letzten 13 Jahre meiner Laufbahn waren von besonderer Bedeutung. Meine Zeit bei ABS war ein echtes Geschenk: Sie bot mir die Möglichkeit, in einem internationalen und technologisch anspruchsvollen Umfeld mit herausragenden Menschen zusammenzuarbeiten. Es war mir eine Ehre, Teil eines multinationalen Teams zu sein – einer Art „Vereinte Nationen“ –, das sich durch starken Teamgeist, großes Engagement, Hingabe an die jeweilige Aufgabe und das gemeinsame Ziel auszeichnete, fundierte technische Lösungen von höchster Qualität zu liefern“, so Dabels selbst zu seiner beruflichen Station.

„Zur Ruhe“ will sich Dabels aber nicht setzen. Vielmehr zieht es ihn in Richtung Reeperbahn und in den Hafen. Der jetzt ehemalige Schifffahrtsmanager hat sich einen langjährigen Wunsch erfüllt und bietet im Auftrag von „Unser Hamburg“ Gruppenführungen an, „die lokale Einblicke, Geschichte und praktisches Wissen über die Stadt miteinander verbinden“ sollen. Zu seinen „Einsatzgebieten“ zählen künftig die Reeperbahn, Hafenrundfahrten und der grüne Bunker am Heiligengeistfeld.

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