Utermöhlen tritt ab: RWE Offshore bekommt neuen CEO

Weil der Vorstandsvorsitzende Sven Utermöhlen seinen Vertrag nicht verlängern will, stellt der deutsche Energiekonzern RWE sein Management im Offshore-Geschäft neu auf.
Tobias Keitel (© RWE Offshore)

Utermöhlen gibt seinen Posten zum 30. September auf eigenen Wunsch ab, teilte RWE jetzt mit. Anschließend werde er dem Offshore-Windgeschäft von RWE noch für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten beratend zur Seite stehen. Seine Nachfolge ist bereits geklärt und wird intern geregelt: Neuer CEO wird zum 1. Oktober Tobias Keitel, der derzeit die Position des Chief Technology Officer (CTO) innehat.

Sven Utermöhlen (© RWE Offshore)

Markus Krebber, der Vorstandsvorsitzende der RWE AG hätte nach offizieller Lesart offenbar gerne mit dem bisherigen CEO weitergearbeitet: „Mein besonderer Dank gilt Sven Utermöhlen. Mit seiner langjährigen Expertise in der Windenergie und seinem hohen persönlichen Einsatz hat er den Ausbau unseres Offshore-Windportfolios in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangebracht. Seine Entscheidung, den Konzern zu verlassen, bedauere ich und wünsche ihm für seinen weiteren beruflichen und privaten Weg alles Gute. Die Zusammenarbeit mit ihm habe ich sehr geschätzt und freue mich deshalb, dass er uns mit seiner Erfahrung auch weiterhin beratend zur Seite steht.“

Dem Team um den neuen CEO Tobias Keitel gehören weiterhin Chief Financial Officer (CFO) Gunhild Grieve, Chief Commercial Officer (CCO) Ulf Kerstin sowie Chief Operating Officer (COO) Thomas Michel an. Nachfolger in der Rolle des CTO wird ab dem 1. Oktober Julian Garnsey, der als Director of Construction & Project Delivery bereits seit 2023 für die Offshore-Bauprojekte von RWE verantwortlich ist.

„Mit Tobias Keitel haben wir einen hervorragenden Nachfolger gefunden, der künftig als CEO unser Offshore-Windgeschäft mit seiner strategischen und operativen Führungserfahrung weiterentwickeln wird“, so Krebber weiter. Garnsey ergänze die Geschäftsführung mit seiner umfangreichen Expertise beim Bau großer Offshore-Windparks.

Julian Garnsey (© RWE Offshore)

Der Konzern bezeichnet sich selbst als „einer der führenden Akteure im Bereich Offshore-Wind“ und ist seit mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, dem Bau und dem effizienten Betrieb von Offshore-Windparks aktiv. Derzeit setzt das Unternehmen vier große Offshore-Windprojekte um: „Sofia“ in Großbritannien (1,4 GW), „Nordseecluster“ in Deutschland (1,6 GW) und „Thor“ in Dänemark (1,1 GW) – beide gemeinsam mit Norges Bank Investment Management – sowie „OranjeWind“ gemeinsam mit TotalEnergies in den Niederlanden (795 MW). Nach ihrer Fertigstellung werden diese Parks über eine Gesamtkapazität von 4,8 GW verfügen. Der RWE-Anteil liegt bei 3,1 GW. Insgesamt will das Unternehmen seine Offshore-Windkapazität um 5 GW netto bis 2031 erweitern.

Keitel ist seit dem 15. September 2025 Mitglied der Geschäftsführung der RWE Offshore Wind. Zuvor war er Präsident und CEO von Voith Hydro, einem Ausrüster von Wasserkraftanlagen, sowie in verschiedenen leitenden Positionen in der Industrie tätig. Als CTO der RWE Offshore Wind ist Keitel derzeit verantwortlich für Engineering, Procurement und Construction und damit primär für die erfolgreiche Umsetzung der im Bau befindlichen Offshore-Windprojekte von RWE. Neben der technischen Planung, der Beschaffung und dem Bau der Anlagen auf See zählen auch Arbeitssicherheit und Umweltschutz zum jetzigen Verantwortungsbereich von Keitel.

Julian Garnsey, der neue CTO der RWE Offshore Wind, ist bereits seit über 20 Jahren im RWE-Konzern und bekleidete verschiedene leitende Positionen in den Bereichen Entwicklung, technische Planung und Bau von Windprojekten auf See.

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