Erster Neubau für Deutsche Offshore Schifffahrt auf Kiel gelegt

Mit der „DO Joule“ entsteht in China der erste Neubau für das Hamburger Unternehmen Deutsche Offshore Schifffahrt. Auf der Werft CSSC Huangpu Wenchong wurde das C-CSOV jetzt auf Kiel gelegt.
© Deutsche Offshore Schifffahrt (via LinkedIn)

Nach dem ersten Stahlschnitt vor wenigen Monaten markiere dieser Schritt den Beginn der Rumpfmontage und sei „ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Bereitstellung einer neuen Generation hochflexibler Unterstützungsschiffe für den Offshore-Energiesektor“, heißt es in einem Social-Media-Post des Unternehmens.

Im Mai 2027 ist die Ablieferung der „DO Joule“ geplant. Insgesamt waren vier Einheiten des Typs kontrahiert worden: Sie sind 96,25 m lang und 20 m breit. Columbia Shipmanagement aus der Unternehmensgruppe von Heinrich Schoeller übernimmt das technische Management der Flotte, während DO als Entwickler, Betreiber und Vermarkter der Schiffe agiert.

Erst im März war bekannt geworden, dass künftig auch japanische Interessen Teil des Projekts sind: Die japanische Reederei Mitsui O.S.K. (MOL) beteiligt sich an DO und erwirbt außerdem Anteile an den derzeit im Bau befindlichen C-CSOV (Construction Commissioning Service Operation Vessel).

Die von Salt Ship Design aus Norwegen entworfene Schiffsklasse ist „auf maximale Flexibilität im Offshore-Energiesektor“ ausgelegt. Das modulare Konzept soll es ermöglichen, während des gesamten Lebenszyklus der jeweiligen Projekte vielfältige Aufträge über und unter Wasser zu übernehmen, von Arbeiten während der Bauphase über den Betrieb bis zur Wartung.

Mittels eines niedrigen Freibords und modularen Relings soll dieser Schiffstyp für Installations-, Wartungs- und Reparaturarbeiten und den Einsatz sogenannter Remotely Operated Vehicles (ROV) ausgelegt sein. Zudem verfügt er über ein Removable Daughter Craft System. Das Arbeitsdeck bietet eine 800 Quadratmeter große, unverbaute Arbeitsfläche. Innerhalb von 48 Stunden lässt sich der Kran zwischen 50 t vertikalem und 10 t 3D-Bewegungsausgleich konfigurieren, „so dass Aufgaben in erweitertem Umfang umgesetzt und Synergien mit hochwertigen Installations- und Konstruktionsschiffen genutzt werden können“, schreibt die Deutsche Offshore Schifffahrt, die unter anderem vom geschäftsführenden Gesellschafter Phillip Maracke geführt wird.

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