Scandlines baut „Schleswig-Holstein“ zur Hybridfähre um

Im Rahmen des Werftaufenthalts in Klaipėda werden die Passagierbereiche des Schiffs komplett renoviert. Außerdem wird es zu einer Plug-in-Hybridfähre umgerüstet, um den größten Teil ihres Energiebedarfs aus Landstrom decken wird. Die Route Puttgarden-Rødby soll während der Arbeiten von den vier anderen Fähren der Reederei bedient werden.
„Wir arbeiten seit mehreren Jahren an dem Projekt, und wir haben uns auf diesen Tag, wo wir das Schiff endlich in die Werft schicken konnten, sehr gefreut“, sagt Lars Kyrø, Head of Passengers bei Scandlines. Die Decks 5 und 6, auf denen sich die Passagierbereiche befinden, werden vollständig mit neuen Restaurant-, Café- und Shoppingbereichen ausgestattet. Darüber hinaus wird auf dem Sonnendeck ein neuer Außenbereich mit Spielplatz eingerichtet. Auch die sanitären Einrichtungen werden optimiert, unter anderem mit mehr Toiletten sowie moderner Technologie.
„Heute ist das Erlebnis an Bord ein noch wichtigerer Teil der Reise. Deshalb investieren wir in neue, attraktive Aufenthaltsbereiche für unsere Passagiere in moderneren und helleren Umgebungen mit Aussicht und guten Sitzplätzen,“ erklärt Kyrø. Die Umbauten auf den Decks 5 und 6 umfassen nicht nur den Austausch des Interieurs. Wände werden entfernt, Räume geöffnet und Treppen verlegt. All dies mit dem Ziel, die Überfahrt zur besten Pause der Reise zu machen.
„Wir wissen heute deutlich mehr über unsere Kunden. Durch Analysen von Verhalten, Passagierströmen und Aufenthaltsmustern haben wir ermittelt, was den größten Mehrwert für die Gäste an Bord schafft. Der Umbau setzt diese Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen des Kundenerlebnisses um“, fährt Kyrø fort.
Und es geht nicht nur um Design. Die Einrichtung wird durch neue Gastronomiekonzepte, digitale Bestelllösungen und verbesserte Passagierströme ergänzt, die Wartezeiten minimieren und dazu beitragen sollen, das gesamte Erlebnis an Bord noch weiter zu verbessern.
Verkehrministerium fördert Umbau des Schiffs
„Wir haben einen sehr effizienten Fährbetrieb auf der Route, und obwohl es inzwischen viele Jahre her ist, dass wir die ,Schleswig-Holstein‘ in Dienst gestellt haben, ist sie nach wie vor ein äußerst gut funktionierendes Schiff“, so Kyrø. „Mit Maßnahmen wie diesen können wir nicht nur unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken, sondern auch die Lebensdauer des Schiffes deutlich verlängern.“
Insgesamt wird Scandlines über 25 Mio. € in den Umbau der „Schleswig-Holstein“ investieren, die voraussichtlich gegen Ende des Jahres aus der Werft zurückkehren wird. Der Kostenanteil der Umrüstung des Schiffes auf Plug-in-Hybrid wird vom deutschen Verkehrsministerium im Rahmen der Förderrichtlinie „Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ unterstützt.
Die Umrüstung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Scandlines’ langfristigem Ziel, im Jahr 2040 ohne direkte Emissionen zu fahren. Die „Schleswig-Holstein“ ist dabei nur eines von zwei Schiffen auf der Route Puttgarden-Rødby, die ab diesem Jahr beziehungsweise Anfang nächsten Jahres als Plug-in-Hybridfähren verkehren sollen. Darüber hinaus nahm Scandlines bereits im März auf dem Fehmarnbelt eine neue Frachtfähre in Betrieb, „The Baltic Whale“, die ausschließlich mit an Land geladenem Strom fahren kann.

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