Conoship entwickelt batterieelektrischen Coaster

Der Entwurf ist mit einem Batteriesystem von 40 MWh ausgestattet und soll bei 3.200 t Zuladung bis zu 650 Seemeilen Reichweite erreichen.
Conoship zielt mit dem Konzept vor allem auf Shortsea-Verkehre, grüne Schifffahrtskorridore und Fahrtgebiete mit strengen Emissionsvorgaben. Im rein batterieelektrischen Betrieb entstehen nach Angaben von Conoship keine direkten CO₂-, NOx-, SOx- oder Partikelemissionen.
Grundlage des Entwurfs ist die bereits bestehende CIP3800-Plattform mit einer Tragfähigkeit von rund 3.800 tdw. Conoship setzt damit nicht auf eine neu entwickelte Rumpfform, sondern auf eine Geometrie, die nach Unternehmensangaben bereits in Modellversuchen, Probefahrten und im kommerziellen Einsatz erprobt wurde. Ein geringer hydrodynamischer Widerstand soll den Energiebedarf entsprechend reduzieren.
„Reeder, die auf einen emissionsfreien Betrieb umstellen wollen, müssen keine unnötigen Risiken mit unerprobten Rumpfdesigns eingehen““, erklärt Maarten Sickler, Sales Director bei Conoship International.
40 MWh Batteriekapazität
Der Neubauentwurf ist 89,43 m lang und 13,20 m breit. Bei einem Tiefgang von 5,20 m liegt die Zuladung bei 3.200 t. Der kastenförmige Laderaum fasst 4.737 m³ und ist für Stückgut, Massengüter und Projektladung ausgelegt.
Das Batteriesystem mit 40 MWh soll eine Reichweite von rund 350 Seemeilen bei 10 kn ermöglichen. Bei einer Geschwindigkeit von 8 kn nennt Conoship eine Reichweite von bis zu rund 650 sm. Dabei seien bereits Reserven für Seegang und den Energieverbrauch der Bordsysteme berücksichtigt.
Die Batterien werden auf separate Räume im Vor- und Achterschiff verteilt. Dadurch soll die Gewichtsverteilung so ausgelegt werden, dass kein zusätzlicher Wasserballast erforderlich ist. Einen Teil des Batteriegewichts kompensiert nach Angaben des Unternehmens zudem der Wegfall konventioneller Brennstoff-, Schmieröl- und Sludgetanks.
Optional kann die CIP3800 mit einem kleineren Generatorsatz als Range Extender oder Backup-System ausgerüstet werden. Als mögliche Kraftstoffe nennt Conoship unter anderem HVO und Biodiesel. Diese Variante richtet sich insbesondere an Fahrtgebiete, in denen die notwendige Ladeinfrastruktur noch nicht flächendeckend verfügbar ist.
Plattform für verschiedene Antriebskonzepte
Die vollelektrische Ausführung ergänzt die bereits modular aufgebaute CIP3800-Serie. Je nach Einsatzprofil kann die Plattform unter anderem diesel-elektrisch, für Methanol vorbereitet, mit Windunterstützung oder vollständig batterieelektrisch ausgeführt werden. Conoship zufolge wurden seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1952 mehr als 2.000 Schiffe nach eigenen Entwürfen realisiert.

Bleiben Sie mit WhatsApp immer auf dem Laufenden!










