MPP-Reederei Dship und NSB Group gründen „Hinode Shipmanagement“

Es ist gewissermaßen eine ungewöhnliche Konstellation, die sich in der deutschen Schifffahrt gefunden hat. Dship Carriers hat das technische Management bislang anderen Unternehmen anvertraut, die NSB war bislang nicht in der klassischen MPP-Schifffahrt aktiv. Lars Feller und Tim Ponath erläutern in der neuen Episode des HANSA Podcasts, wie es zu der Zusammenarbeit kam und berichten von den Hintergründen. Das Gespräch geht aber auch weit über das neue Joint Venture hinaus.
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Worum geht es bei der Zusammenarbeit? Der Name des Joint Ventures ist Hinode Shipmanagement – geleitet von Lars Feller und NSB-CCO Markus Thewes. Es wird aufgesetzt für das Management und Crewing für sechs MPP-Neubauten von Dship Carriers. Die Frachter sollen zwischen Juni dieses Jahres und Ende 2027 in Fahrt kommen. „Für diese Schiffe wollten wir einen anderen Weg gehen und mehr Hand auf das Management haben“, sagt Feller und geht auf weitere Details ein – unter anderem, ob es Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit anderen Shipmanagern geben könnte. Er spricht von einer Entwicklung zur Reederei und einem „logischen Schritt“. Die 149,95 m langen und 23,5 m breiten MPP-Schiffe wurden speziell für anspruchsvolle Projektladungen konzipiert, mit einer Tragfähigkeit von 14.999 t sowie Kranen mit einer kombinierten Hebekapazität von bis zu 500 t. Als besonderes Konstruktionsmerkmal wird das an Steuerbord positionierte Deckshaus beschrieben, wodurch zusätzliche Deckfläche geschaffen und die Ladekapazität maximiert werden soll.
„Für uns ist das ein Einstieg in ein neues Schiffssegment“, sagt NSB-Chef Ponath, „aber wir sind aus der Vergangenheit vertraut mit komplexen Projekten. Daher bin ich super zuversichtlich und euphorisch, dass es ein Mega-Start wird“. Der CEO spricht von zwei Unternehmen, die bestimmte Werte teilen – und von einer „neuen Freiheit“ der NSB.
Beide Manager betonen den Plan, das Joint Venture weiter wachsen lassen zu wollen – auch mit Schiffen anderer Unternehmen. Das Wachstum ist auch für die einzelnen Flotten der beiden Schifffahrtsunternehmen ein Thema des Gesprächs. Dabei geht es um potenzielle Neubauten für Dship und NSB, Schiffsgrößen und -segmente sowie die nötigen Rahmenbedingungen bzw. Voraussetzungen.
Hören Sie hier die komplette Episode. Lars Feller und Tim Ponath sprechen darin nicht nur über die neue Kooperation, sondern auch über ihre jeweiligen Unternehmen, z.B. über:
- weitere Details des Joint Ventures: Sitz, Anteile, „Rote Linien“ etc.
- Wachstum des JV und weitere Partner
- gemeinsame Werte von inhabergeführten Unternehmen
- die generelle Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der deutschen Schifffahrt
- die MPP-Neubauten von Dship und weitere Flottenpläne
- die Möglichkeit eigener Neubauten für NSB
- die Zukunft der Zusammenarbeit von Dship mit anderen Shipmanagern
- die Zusammenarbeit von NSB mit anderen MPP-Akteuren (im Crewing)
- die Frage nach weiteren Neubauten oder S&P-Transaktionen für Dship
- die Frage nach einem Einstieg von NSB und von Dship in neue Schiffssegmente
- die „neue Freiheit“ von NSB nach dem Ausstieg von Anteilseignern
- Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf das Alltagsgeschäft
- Schiffe, die im Zuge der iranischen Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf festhängen









