Rakete über dem Roten Meer abgefeuert

Vor der arabischen Hafenstadt Jizan ist eine Rakete beobachtet worden, die von einem Flugzeug verfolgt wurde. Schiffe in der Region sind zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.
Fregatte „Hessen“ begleitet ein Handelsschiff
Als mögliches Vorbild könnte die EU-Operation „Aspides“ im Roten Meer dienen. Im Bild ist die deutsche Fregatte „Hessen“ zu sehen, die dort bis zum Ende ihres Einsatzes 27 Handelsschiffe begleitete. (© Bundeswehr / APO Aspides)

Ein im Roten Meer fahrendes Schiff hat die Sichtung einer Rakete gemeldet. Berichten zufolge wurde sie von einem nicht identifizierten Flugzeug verfolgt, ehe sie ins Meer stürzte.

Wie ein Sicherheitsunternehmen mitteilte, handelte es sich bei dem Schiff um einen Bulker, der unter der Flagge der Marshallinseln fährt. Es befand sich zum Zeitpunkt der Sichtung etwa 89 sm (ca. 165 km) in west-südwestlicher Richtung vor der Hafenstadt Jizan in Saudi-Arabien. Der Kapitän des Schiffs berichtete, dass die Rakete von einem Flugzeug verfolgt worden sei. Kurz darauf stürzte der Flugkörper in einer Entfernung von ca. 13 km vom Bulker ins Meer, gefolgt von einer „schwarzen Rauchfahne“. Zu Schaden kam bei dem Vorfall nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Das Unternehmen empfahl sämtlichen Schiffen in der Region, mit erhöhter Wachsamkeit vorzugehen und verdächtige Aktivitäten und Vorfälle zu melden.

Der Ursprung der Rakete sowie des verfolgenden Flugzeugs sind nicht genannt worden. Die Sichtung folgt allerdings auf erneute Aktivitäten der Huthi im Roten Meer. Erst kürzlich wurde ein unter der Flagge Liberias fahrender Tanker angriffen, jedoch nicht beschädigt. Die jemenitische Miliz bestätigte den Angriff. Bei dem Schiff handelte es sich um die 145 m lange „Scarlet Ray“, einen Tanker in israelischem Besitz.

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