Lehmann Marine baut Batterieproduktion in Griechenland aus

Das zur Sunlight Group gehörende Unternehmen Lehmann Marine, spezialisiert auf maritime Energiespeicherlösungen, hat seine weltweite Produktionskapazität erweitert. Im Industriekomplex der Sunlight Group in Xanthi, Nordgriechenland, ist eine speziell für Lehmann eingerichtete Fertigungslinie in Betrieb genommen worden.
Anfänglich sind dort 82 Batteriemodule der „Cube“-Baureihe montiert worden. Nach einer Qualitätsprüfung erklärte Lehmann Marine den Standort nun für betriebsbereit. Die Module sollen künftig wöchentlich von Griechenland an den kürzlich erweiterten Unternehmensstandort von Lehmann Marine in Hittfeld geliefert werden. Dort erfolgen die abschließende Systemintegration, die Endprüfung sowie die Auslieferung an die Kunden.

Wie Lehmann mitteilte, soll die automatisierte Fertigungslinie nach vollständigem Hochlaufen der Anlage eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300 MWh für maritime Anwendungen erreichen. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, die Produktionskapazitäten künftig durch zusätzliche Fertigungslinien weiter auszubauen.
„Mit der Sunlight Group haben wir einen starken Industriepartner an unserer Seite, dessen Fertigungskapazitäten unsere spezialisierten Engineering-Kompetenzen ideal ergänzen“, sagt Alexander Lehmann, Geschäftsführer von Lehmann Marine. „Gemeinsam haben wir damit eine Plattform geschaffen, um die wachsende Nachfrage nach sicheren und leistungsfähigen Batteriesystemen für maritime Anwendungen zuverlässig bedienen zu können und gleichzeitig die Stabilität unserer Lieferkette zu stärken.“
Labros Bisalas, CEO der Sunlight Group, erklärt: „Unsere Aufgabe bei der Sunlight Group ist es, die führenden maritimen Kompetenzen von Lehmann Marine mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der industriellen Batterieproduktion zu verbinden.“ Die Fertigung verfüge über hohe Skalierbarkeit und eine weitreichende vertikale Integration bei kritischen Komponenten. „Dieses integrierte europäische Modell bietet unseren internationalen Partnern aus der maritimen Industrie entscheidende Vorteile: hochmoderne Technologie, automatisierte Großserienfertigung und eine hohe Versorgungssicherheit auch bei globalen Störungen der Lieferketten“, so Bisalas.
Angesichts zunehmender Umweltauflagen benötige die maritime Industrie laut Lehmann einen „schnellen und verlässlichen Zugang zu zertifizierten LFP-Batteriesystemen“. Die Erweiterung der Produktion in Xanthi verbinde industrielle Fertigungskapazitäten mit einer europäischen Lieferkette. Dadurch können Projektlaufzeiten verkürzt und gleichzeitig die Abhängigkeit von globalen Handels- und Lieferkettenrisiken reduziert werden.
Lehmann Marine setzt dabei auf eine zweistufige Qualitätssicherung. Bereits in Xanthi sollen die Batteriemodule einer automatisierten Prüfung unterzogen werden. Nach der Lieferung nach Hittfeld folgen die abschließende Systemintegration und Inbetriebnahme sowie weitere Prüfungen vor der Auslieferung. Damit stellt Lehmann Marine laut eigener Aussage sicher, dass jedes Batteriesystem die hohen Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit im maritimen Einsatz erfüllt.

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