Northern Lights zieht neuen Kunden an Land

Jetzt konnte Northern Lights mit Öresundskraft Kraft & Värme AB einen neuen Auftraggeber gewinnen. Die beiden Unternehmen haben eine Vereinbarung über den Transport und die Speicherung von CO₂ aus der Müllverbrennungsanlage Filbornaverket in Helsingborg geschlossen.
Der Betriebsbeginn ist für das vierte Quartal 2029 vorgesehen. Im Rahmen der Vereinbarung wird Northern Lights Transport- und Speicherleistungen für bis zu 200.000 t CO₂ pro Jahr bereitstellen.
Die Vereinbarung basiert auf einem gemeinsamen Logistikmodell, das Kapazitäten innerhalb der Schiffsflotte von Northern Lights nutzt und so einen effizienten CO₂-Transport ermöglicht.
Sieben Industriekunden setzen auf Northern Lights
Im Rahmen des Öresundskraft-Projekts wird das CO₂ in der Müllverbrennungsanlage Filbornaverket in Helsingborg abgeschieden und verflüssigt, bevor es per Lkw zum Port of Halland in Halmstad transportiert wird.
Von dort bringt Northern Lights das CO₂ per Schiff zum Annahmeterminal im norwegischen Øygarden. Anschließend wird es in eine dafür vorgesehene Lagerstätte 2.600 m unter dem Meeresboden der Nordsee injiziert und gespeichert. Die Vereinbarung steht weiterhin unter dem Vorbehalt bestimmter vereinbarter Voraussetzungen.
Öresundskraft wird der zweite schwedische Kunde von Northern Lights. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine kommerzielle Vereinbarung über den grenzüberschreitenden CO₂-Transport und die Speicherung mit dem schwedischen Fernwärmeversorger Stockholm Exergi bekannt gegeben.
Northern Lights begann 2025 mit den ersten Injektionen von flüssigem CO₂ zur Speicherung und wird mit der Vereinbarung mit Öresundskraft sieben Industriekunden in vier Ländern haben. Das Unternehmen erweitert seine Kapazität von 1,5 Mio. t auf mehr als 5 Mio. t CO₂ pro Jahr und verfügt derzeit noch über freie Kapazitäten für weitere Kunden.
Per Schiff zur Lagerstätte
Zur Lagerstätte in der Nordsee wird das CO₂ per Schiff gebracht. Schon seit Ende 2024 verfügt Northern Lights dafür über eine Flotte von drei Schiffen mit einer Kapazität von 7.500-m³. Es handelt sich dabei um die „Northern Pioneer“, „Northern Pathfinder“ und „Northern Phoenix“.
Anfang des Jahres 2026 gab Northern Lights bekannt, seine Flotte um vier Schiffe erweitern zu wollen.
Gebaut werden die Schiffe bei der chinesischen Werft Dalian Shipbuilding Offshore (DSOC) sowie HD Hyundai Heavy Industries (HHI). Die Ablieferung ist für den Zeitraum vom zweiten Halbjahr 2028 bis zum ersten Halbjahr 2029 geplant.
Mit der Flottenerweiterung reagiert Northern Lights auf die steigende Nachfrage. Das Unternehmen habe das Ziel, die Transport- und Speicherkapazität auf mehr als 5 Mio. t CO₂ pro Jahr zu erhöhen.
Dafür, dass das CO2 sicher transportiert und verpresst werden kann, sorgt unter anderem ein deutsches Unternehmen. Die Schiffe der Northern Lights-Flotte verfügen über LCO₂-Ladungshandlingsysteme des Bonner Unternehmens TGE Marine. Die Gasspezialisten haben das Equipment nicht nur geliefert, sondern eigens für diesen Anwendungsfall entwickelt.
Mehr zu den Northern Light-Projekt sowie zum LCO₂-Handlingsystemen ist im HANSA news cast mit dem TGE Marine-Geschäftsführer Jan-Volkert Wibel zu hören:

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