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Nur wenige Wochen nach einer Kollision vor Japan ist erneut ein US-Kriegsschiff mit einem Frachter zusammengestoßen. Zehn Besatzungsmitglieder werden vermisst.

Der Vorfall hat sich heute morgen gegen 6:00 Uhr Ortszeit in der Nähe von Singapur ereignet, teilte die US Marine mit. Nach der Kollision der »John S. McCain« mit dem Öl-Tanker »Alnic MC« würden zehn Besatzungsmitglieder vermisst, fünf weitere seien verletzt worden. Die Ursache des Unfalls und das genaue Ausmaß der Schäden waren zunächst unklar.

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Zerstörer im hinteren Backbordbereich beschädigt. Die US-Marine leitete sofort Such-und Rettungsmaßnahmen ein. Singapurs Luftwaffe und die US Marine entsandte mehrere Helikopter und Schlepper zur Unterstützung. Vier verletzte Crew-Mitglieder seien ins Krankenhaus gebracht worden.

USS John McCain
Die beschädigte »USS John McCain« nach der Kollision (Foto: ABC)

Nach Angaben der Marine konnte das Schiff selbständig die Fahrt fortsetzen und befinde sich auf dem Weg in einen Hafen. Die »USS John S McCain« gehört zur siebten Flotte der US-Marine, ihr Heimathafen ist Yokosuka (Japan). Die Besatzung besteht aus mehr als 230 Soldaten.

Bei der »Alnic MC« (Baujahr 2007, 50.800 dwt) handelt es sich um einen 183 m langen Tanker unter Liberia-Flagge, der der griechischen Reederei  Brave Maritime Coproration gehört. Wie viele Menschen sie an Bord hatte und ob es auch dort Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt. Der Tanker hat laut Medienberichten rund 12.000 t Öl geladen, ein Leck gibt es offenbar nicht.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Gerade erst vor zwei Monaten war das Kriegsschiff »USS Fitzgerald« vor Japan mit dem Containerschiff »ACX Crystal« zusammengestoßen. Sieben US-Seeleute waren bei dem Vorfall ums Leben gekommen. Der Zerstörer wurde an der Steuerbordseite so schwer beschädigt, dass er nach amerikanischen Angaben beinahe gesunken wäre. Als Konsequenz aus dem Unfall am 21. Juni wurden drei befehlshabende Crew-Mitglieder nach Marine-Angaben von ihren Aufgaben entbunden.