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Einer der großen Konkurrenten im Hawaii-Verkehr ist Pasha (Bild: Pasha / HANSA)
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Im Wettbewerb um Marktanteile im Pazifik-Verkehr zwischen dem US-Festland und Hawaii zieht die Reederei Pasha nach: Mit der Werft Keppel AmFELS wurde jetzt nach langen Verhandlungen ein Neubau-Vertrag unterzeichnet.

Ankündigung im November 2016, Werftauswahl im Mai 2017, Vertragsabschluss im August 2017 – das in Honolulu ansässige Transport- und Logistikunternehmen hat sich mit dem Projekt einige Zeit gelassen. Wie Pasha jetzt mitteilte, wurden die Verträge mit der Keppel-Werft AmFELS im texanischen Brownsville am Mittwoch unterzeichnet. Dabei geht es um den Bau von zwei 2.525-TEU-Schiffen.

Auch die Tochter des Keppel-Konzerns aus Singapur bestätigte heute die Transaktion. Als Baupreis nennt die Werft ein Volumen von »über 400 Mio. $«. Die Frachter werden mit Dual-Fuel-Motoren ausgerüstet und sollen – anders als einige Projekte mit »gas ready«-Anlagen – von Beginn an mit LNG betrieben werden können. Die Ablieferung ist für das erste und dritte Quartal 2020 vorgesehen.

LNG-Erfahrung zählt

»Dieser Vertrag ermöglicht es uns, unseren Weg weiter zu gehen und die Menschen auf Hawaii mit einem geringen ökologischen Fußabdruck zu versorgen. Wir sind stolze Unterstützter des JOnes Act und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Team bei Keppel«, sagte Pasha-CEO George Pasha IV. Die Erfahrung des Keppel-Konzerns beim Bau und Umbau von Schiffen mit Gas-Antrieb sei ein wichtiger Faktor bei der Auswahl gewesen.

Die Reederei betreibt eine Flotte von Container-, ConRo- und Fahrzeugschiffen im Verkehr zwischen der US-Südwestküste (Oakland, Los Angeles, San Diego) sowie der Nordwestküste (Tacoma, Portland) und den hawaiianischen Inseln.

Neue Konkurrenz durch Tote

Mit dem Auftrag von Pasha wächst die Flotte der gasbetriebenen Schiffe im US-Verkehr weiter an. Zu den prominentesten Beispielen der jüngeren Vergangenheit gehören die Neubau-Serien der Carrier Matson und Tote. Dabei hatte sich vor allem die Werft General Dynamics NASSCO hervorgetan. Matson hatte dort 3.500-TEU-ConRo-Frachter der sogenannten »Kanaloa«-Klasse in Auftrag gegeben. Für Tote wurden zwei 3.100-TEU-Carrier gebaut. Auch die Philly Shipyard ist im LNG-Segment aktiv. Sie bekam den Zuschlag zum Bau von 3.600-TEU-Schiffen der »Aloha«-Klasse von Matson. Zuletzt war nach vielen Spekulationen außerdem bekannt geworden, dass Tote hinter dem Auftrag für zwei 3.700-TEU-Neubauten bei der Werft steht.

Tote arbeitet derzeit intensiv an einer Konzession für ein neues Containerminal in Honolulu. Mit dem Start eines Liniendienstes würde der Carrier in direkte Konkurrenz zu Matson und zur Reederei Pasha treten, die einen großen Anteil am Jones-Act-Verkehr nach Hawaii haben. Tote war in der Vergangenheit vor allem im Verkehr zwischen dem US-Festland und Puerto Rico sowie nach Alaska aktiv.