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Auf der neuen Online-Auktionsplattform »VesselBid« ist erfolgreich ein zweites Schiff versteigert worden. Der zehn Jahre alte Bulker »Tschaikowsky« (58.000 tdw) wurde für 14 Mio. $ an A.O. Schifffahrt von Alexander Oetker verkauft.

»VesselBid.com« war im Mai als Gemeinschaftsprojekt von NetBid und der Toepfer Transport GmbH gestartet worden. Als erstes Schiff war Anfang Juni das Containerschiff »Buxharmony« (2.700 TEU) für 14 Mio. $ an SITC verkauft worden. Dabei hatte es sich um einen Bankenverkauf der finanzierenden NordLB gehandelt.

Dieses Mal stand der Bulker »Tschaikowsky« zum Verkauf. Der Supramax mit einer Tragfähigkeit von 58.800 tdw war 2008 von der Werft Tsuneishi Cebu (Philippinen) gebaut worden und gehörte zuvor zur Flotte von Borealis Maritime von Christoph Toepfer in London. Der erzielte Verkaufspreis liegt nahe dem bei VesselsValue zuletzt geführten Marktwert von 14,64 Mio. $, der Schrottwert wird mit gut 4 Mio. $ angegeben.

Abweichend zur ersten Online-Transaktion hatte VesselBid die Plattform für den Schiffsmanager und seine Makler geöffnet, die den Verkauf und die Vertragsverhandlungen dann aus ihren eigenen Büros abgewickelt hätten.

Die A.O. Schifffahrt wurde 2003 von Alexander Oetker, einem Spross der bekannten Oetker-Familie, gegründet. Zur Flotte zählten bislang 7 Bulker mit einer Ladungskapazität von 500.000 t, darunter ein Panamax, 2 Kamsarmax, 3 Ultramax und ein Supramax. Das Transportvolumen liegt bei 3,8 Mio. t.

VesselBid ist angetreten, als eine von Banken und Reedern unabhängige Online-Plattform Schiffsverkäufe für alle Beteiligten transparent zu machen und eine offene Preisgestaltung zu ermöglichen. Die Gebote sind für alle sichtbar, die Identität der Bieter bleibt hingegen verborgen. Den Zuschlag erhält am Ende der Meistbietende.

»Unsere Kunden sind mit dem Ergebnis zufrieden, es hat ihre Erwartungen übertroffen«, sagte Christoph Toepfer, CEO von Borealis Maritime. »Für attraktive Schiffe ist VesselBid mit Sicherheit eine gute Wahl.« Auch die Bieter hätten sich lobend über dieses neue Verkaufstool geäußert und hätten ihre Bereitschaft signalisiert, an künftigen Online-Auktionen teilzunehmen, heißt es bei VesselBid.

VesselBid setzt auf die Technologie der NetBid AG, die seit vielen Jahren eine Online-Plattform für Maschinen und Anlagen betreibt. »Der Markt erkennt immer mehr die Vorteile unserer Bieterplattform«, sagt Clemens Fritzen, CEO von NetBid. Die NetBid AG gehört zur Hamburger Angermann-Gruppe.