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Die Reederei Hartmann hat sich von zwei weiteren Containerschiffen getrennt. Details dieser jüngsten Transaktion werden nicht genannt, der Verkauf wurde gegenüber der HANSA aber bestätigt.

Alfred Hartmann, Gründer der Hartmann Group und deutscher Reeder-Präsident, hatte jüngst ein »Ausbluten« der deutschen Flotte durch zahlreiche Verkäufe als Folge der anhaltenden Krise beklagt. Mit der Privatisierung der HSH Nordbank könnten nach seiner Schätzung weitere 450 Schiffe den Besitzer, vornehmlich im Ausland, wechseln. Unter den Auswirkungen der Krise muss aber auch sein Unternehmen immer wieder Schiffe verkaufen.

Von sieben KG-Containerschiffen der 2.500-TEU-Klasse hatte sich Hartmann bereits Ende Juli vergangenen Jahres auf Druck der finanzierenden Banken trennen müssen. Sie wurden en bloc für 50 Mio. $ an den Londoner Investor Tufton Oceanic verkauft. Später wurde die insolvente Flotte von Offshore-Einheiten einschließlich zweiter Tochterfirmen von Investoren übernommen. Dann gingen vier 118.000 t-Bulker an Oldendorff. Zuletzt gab Hartmann einen Teil seiner Beteiligung an der Tanker-Reederei Hafnia ab. Und nun folgt der Verkauf von zwei weiteren Containerschiffen.

Angaben zu den Schiffen, zum Käufer und zum Preis wurden nicht gemacht. Die Flottenliste auf der Unternehmensseite von Hartmann Dry Cargo weist drei Schiffe à 2.800 TEU, neun mit 2.500 TEU, zwei mit 2.000 TEU sowie sieben mit 1.100 TEU aus. In der Regel, darauf verweist Hartmann, blieben die Schiffe aber auch nach einem Verkauf im Management der Reederei. Das gelte auch für die beiden zuletzt verkauften Containerschiffe.