Bremerhaven steigert Container- und Auto-Umschlag

Anders als Hamburg hat Bremerhaven ein positives erstes Halbjahr hinter sich. Die beiden wichtigsten Segmenter, Container und Autos, konnten in der Bilanz zulegen.
Der Hafen von Bremerhaven mit einem Schiff von Maersk
Das Container-Terminal in Bremerhaven soll künftig keine Treibhausgase mehr ausstoßen (© Maersk)

Die bremischen Häfen – also Bremerhaven und Bremen selbst – haben im ersten Halbjahr 2026 ihren Wachstumskurs des vergangenen Jahres fortgesetzt. Von Januar bis einschließlich Juni wurden insgesamt 34,5 Mio. t Seegüter umgeschlagen. Das entspricht einem Plus von 5,9% gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres, in dem bereits ein ähnlicher Zuwachs zu verzeichnen war. Besonders dynamisch entwickelte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres der Containerumschlag: Mit rund 2,6 Mio. TEU wurden 5,7% mehr Container umgeschlagen als im Vergleichszeitraum 2025. Auch der Fahrzeugumschlag, im vergangenen Jahr noch im Minus, legte im Gegensatz zum Vorjahr zu und erreichte mit rund 614.000 Fahrzeugen ein Plus von 2,4%.

Damit entwickelte sich das Geschäft an der Weser deutlich besser als an der Elbe: Deutschlands größter Seehafen Hamburg hatte vor ein paar Tagen ein Umschlag-Minus für die ersten sechs Monate des Jahres gemeldet.

„Die positive Entwicklung des Hafenumschlags ist ein wichtiges Zeichen für unseren Wirtschaftsstandort: Unsere bremischen Häfen sind zentrale Drehscheiben für die Versorgung der Wirtschaft und für den internationalen Warenverkehr. Um diese Rolle auch künftig erfolgreich ausfüllen zu können, bleibt auch in Zukunft elementar, in eine leistungsfähige und zukunftsfähige Hafeninfrastruktur investieren. Die aktuellen Umschlagszahlen unterstreichen, wie wichtig diese Investitionen für den Standort und seine Wettbewerbsfähigkeit sind“, sagte Bremens Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation Kristina Vogt.

Robert Howe, Geschäftsführer der landeseigenen Hafenmanagementgesellschaft Bremenports ergänzte: „Die Zahlen für das erste Halbjahr zeigen, dass die bremischen Häfen auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut aufgestellt sind. Der Umschlag wächst in wichtigen Bereichen, insbesondere im Containerverkehr. Das ist ein starkes Signal für die Leistungsfähigkeit unserer Häfen sowie die Qualität und Effizienz der logistischen Angebote für unsere Kunden.“

Der Zuwachs verteilt sich auf verschiedene Gütergruppen. Der Stückgutumschlag stieg im ersten Halbjahr um 5,4% auf rund 30,2 Mio. t. Beim nicht containerisierten Stückgut wurde mit 3,5 Mio. t ein Plus von 9,8% erzielt. Besonders deutlich nahm der Umschlag von Eisen und Stahl zu: Mit rund 851.000 t wurden 24,1% mehr umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum. Der Massengutumschlag erhöhte sich insgesamt um 9,6% auf rund 4,3 Mio. t.

Zusammengenommen wurden in Bremerhaven von Januar bis einschließlich Juni insgesamt rund 29,2 Mio. t umgeschlagen – 5,3% mehr als im ersten Halbjahr 2025. Bremen-Stadt erreichte mit rund 5,3 Mio. t ein Plus von 9,3%.

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