Hafen von Los Angeles reduziert Emissionen deutlich

Während Trump weiter fossile Energieträger propagiert, wird in Kalifornien ein grüner Meilenstein gefeiert: Der Hafen von Los Angeles hat die niedrigsten Emissionen pro Container seit Beginn der Aufzeichnungen erzielt.
Hafen von Los Angeles
© Port of Los Angeles

Mit einem Umschlag von mehr als 10 Mio. TEU pro Jahr und einem Handelsvolumen von ca. 300 Mrd. $ ist Los Angeles der größte Handelshafen der Vereinigten Staaten. Gleichzeitig ist er auf dem Weg, auch der sauberste zu werden: Im vergangenen Jahr hat LA weitere Fortschritte bei der Umsetzung des „Clean Air Action Plan“ gemacht und die bisher niedrigsten Emissionen pro Container erreicht. Damit setzt sich ein Trend fort, der seit 20 Jahren anhält.

„Der Hafen von Los Angeles beweist einmal mehr, dass Wirtschaftswachstum und ökologischer Fortschritt Hand in Hand gehen können“, erklärte Karen Bass, Bürgermeisterin der Stadt. „Diese Ergebnisse sind das Resultat jahrelanger Investitionen, enger Zusammenarbeit und unseres gemeinsamen Engagements, eine stärkere und nachhaltigere Zukunft für die Hafenanliegergemeinden zu schaffen – und gleichzeitig sicherzustellen, dass Los Angeles ein wettbewerbsfähiger Knotenpunkt für den Welthandel bleibt.“

Seit 2005 hat der Hafen die Emissionen von Dieselpartikeln (DPM) um 90 %, Stickoxiden (NOx) um 72 %, Schwefeloxiden (SOx) um 98 % und Treibhausgasen (THG) um 16 % gesenkt – und das bei einem gleichzeitigen Anstieg des Containerumschlags um 37 %.

Das aktuelle Inventar belegt zudem kontinuierliche Fortschritte seit 2017, als der Hafen von Los Angeles und der benachbarte Hafen von Long Beach den „Clean Air Action Plan“ (Aktionsplan für saubere Luft) aktualisierten, um den Übergang zu einem emissionsfreien Hafenbetrieb zu beschleunigen. Seitdem sind die Emissionen von DPM, NOx, SOx und Treibhausgasen um 15 %, 38 %, 28 % beziehungsweise 9 % zurückgegangen.

Allein im Jahr 2025 sanken die Dieselpartikel-Emissionen um 2 %, NOx um 4 %, SOx um 5 % und die Treibhausgase um 3 % im Vergleich zu 2024. Der Rückgang bei den Stickoxiden (NOx) markiert den niedrigsten Jahreswert für diesen Schadstoff, seit der Hafen im Jahr 2005 mit der Erfassung von Emissionen begann.

„Wir sind weit gekommen“

„Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des ‚Clean Air Action Plan‘ erinnern uns diese Ergebnisse eindrucksvoll daran, wie weit wir bereits gekommen sind“, sagte Beatrice Hsu, Präsidentin der Los Angeles Harbor Commission. „Diese jüngsten Reduzierungen sind eine beachtliche Leistung, doch wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt. Wir sind entschlossen, auf diesen Fortschritten aufzubauen, während wir den Weg in eine emissionsfreie Zukunft weitergehen.“

„Diese Ergebnisse zeigen, dass wir große Frachtmengen umschlagen und gleichzeitig die Emissionen weiter senken können“, sagte Gene Seroka, Executive Director des Hafens von Los Angeles. „Dieser Fortschritt ist das Ergebnis jahrelanger Investitionen, Innovationen und der Zusammenarbeit innerhalb unserer maritimen Branche. Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben, und konzentrieren uns darauf, den Übergang zu einem saubereren und nachhaltigeren Hafenbetrieb weiter zu beschleunigen.“

Teils drastischer Rückgang in einzelnen Segmenten

Der Hafen erstellt jährlich eine Bestandsaufnahme der Luftschadstoffemissionen durch Schiffe, Lkw, Züge, Hafenfahrzeuge und Umschlaggeräte, um die Wirksamkeit seiner Strategien für sauberere Luft zu überprüfen. Der neue Bericht basiert auf den Handelsaktivitäten im Kalenderjahr 2025.

Zunächst führt die Hafenkommission neue, umweltschonende Lkw an, die ältere Dieselfahrzeuge ersetzen. Damit konnten innerhalb eines Jahres die Dieselpartikel-Emissionen um 16% und NOx um 25% gesenkt werden. Seit 2005 sind die Werte aller Schadstoffe zurückgegangen; bei DPM, NOx und SOx gab es sogar drastische Rückgänge um 98 %, 94 % bzw. 97 %.

LA setzt darüber hinaus zunehmend auf elektrische Umschlaggeräte, deren Anteil im letzten Jahr um ein Fünftel zugenommen hat. Inszwischen sind 14 % aller im Hafen eingesetzten Umschlaggeräte emissionsfrei, zudem habe sich die Zahl der emissionsärmeren Hybridgeräte seit 2017 verzehnfacht, wie die Kommission mitteilte. Dies führt zu einem kontinuierlichen Rückgang der Emissionen: Seit 2005 sind die Werte für DPM, NOx und SOx um 83 %, 87 % bzw. 84 % gesunken.

Die Emissionen von DPM und NOx sind dank der Erneuerung der Flotte und der Verwendung von erneuerbarem Diesel in allen Hafenfahrzeugen zurückgegangen – und das, obwohl das Arbeitsaufkommen dieser kleineren Schiffe und Boote sogar zugenommen hat. Im Jahr 2025 erfüllten 55 % der im Hafen eingesetzten Schlepper, Lastkähne, Fähren und sonstigen Arbeitsschiffe die strengeren Emissionsnormen der Stufen Tier 3 und Tier 4 – ein Anstieg gegenüber 20 % im Jahr 2017 und 0 % im Jahr 2005. Die Emissionen von DPM, NOx und SOx sind seit 2005 um 69 %, 32 % bzw. 86 % zurückgegangen.

Auch die Hochseeschifffahrt hat ihren Anteil am grünen Fortschritt. Sauberere Schiffskraftstoffe, eine verstärkte Nutzung von Landstrom und vergleichbaren Technologien zur Emissionserfassung sowie eine geringere Anzahl an Schiffsanläufen – ein Rückgang um 34 % seit 2005 – tragen weiterhin zu geringeren Emissionen bei. Der Ausstoß von DPM ist seit 2017 um 19 % gesunken, von NOx und SOx um 29 %. Seit 2005 belaufen sich die Rückgänge auf 94 % (DPM), 58 % (NOx) und 98 % (SOx).

Der Hafenbeteiber nennt zuletzt auch den Schienenverkehr, dessen Emissionen den Wert des Vorjahres um 1 % unterschritten haben. Primär liegt das jedoch daran, dass zuletzt weniger Züge den Hafen angefahren haben. Seit 2005 haben sauberere Kraftstoffe, eine höhere betriebliche Effizienz sowie neuere und emissionsärmere Lokomotiven die schienenverkehrsbedingten Emissionen von DPM, NOx und SOx um 45 %, 52 % bzw. 99 % verringert.

Regionale, bundesstaatliche und föderale Umweltbehörden überprüfen die Emissionsbilanz jährlich, bevor der Hafen seine Ergebnisse veröffentlicht. Diese Überprüfung trägt dazu bei, die Ergebnisse zu verifizieren.

Der Hafen von Los Angeles treibt nach eigener Aussage seine Initiativen für saubere Luft kontinuierlich voran – durch Investitionen in Technologie, betriebliche Verbesserungen, Anreizsysteme, Fördermittel und Partnerschaften. Zu diesen Bemühungen zählen der Aufbau „grüner Schifffahrtskorridore“ mit bedeutenden Häfen in Asien sowie eine wegweisende Kooperationsvereinbarung zwischen den Häfen in der San Pedro Bay und dem „South Coast Air Quality Management District“. Ziel ist es, den Einsatz saubererer Schiffe und Lkw zu fördern sowie die Lade- und Betankungsinfrastruktur in der gesamten Region auszubauen.

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