Hafen Gdańsk baut Agrarterminal aus

Das neue Getreideterminal soll die Umschlag- und Lagerkapazitäten des Hafens deutlich erhöhen und damit auf die steigenden Anforderungen des Agrar- und Lebensmittelmarktes reagieren. Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Die zweite Phase, die den Bau von Silos und den weiteren Ausbau der Infrastruktur umfasst, soll bis 2029 fertiggestellt werden.
„Wir nehmen eine weitere strategische Investition in Betrieb, die nicht nur das Exportpotenzial Polens erhöht, sondern vor allem unsere Ernährungssicherheit stärkt. Moderne Häfen stehen heute nicht mehr nur für Wirtschaft und Energie, sondern auch für militärische Sicherheit und Ernährungssicherheit – und genau in diese Bereiche investieren wir derzeit Rekordsummen“, erklärte Infrastruktur-Staatssekretär Arkadiusz Marchewka bei der Eröffnungsfeier.
GAT-Kapazität soll auf 150.000 t steigen
Die erste Bauphase umfasste den Bau eines Flachlagers einer Fläche von rund 6.500 m² und einem Volumen von mehr als 93.000 m³. Die Lagerkapazität beträgt 30.000 t, die Umschlagkapazität 500.000 t pro Jahr. Das Terminal kann bis zu 120 Lkw täglich abfertigen und erreicht eine tägliche Umschlagleistung von 8.000 t.
Die zweite Projektphase sieht den Bau von 24 Flachbodensilos vor. Diese werden mit einer hochautomatisierten Umschlaganlage verbunden und sowohl Schiffe als auch Bahn- und Straßentransporte bedienen können. Nach Abschluss der zweiten Phase wird die Gesamtlagerkapazität des GAT auf 150.000 t steigen, die Umschlagkapazität soll dann 3 Mio. t pro Jahr erreichen.
Getreideumschlag wächst
Das GAT ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der polnischen Landwirtschaft auf den internationalen Märkten. Polen produziert den Angaben zufolge seit Jahren deutlich mehr Getreide als im Inland verbraucht wird – die jährliche Ernte liegt bei rund 35 bis 36 Mio. t, während der Inlandsbedarf lediglich 25 bis 26 Mio. t beträgt.
Den Angaben zufolge soll das Terminal künftig nicht nur Getreide, sondern auch Schrot und Pellets umschlagen können und damit die betriebliche Flexibilität erhöhen.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2,5 Mio. t Agrarprodukte umgeschlagen. Im ersten Halbjahr 2026 stieg das Volumen auf 1,3 Mio. t und lag damit 13,3 % über dem Vorjahreszeitraum.

Bleiben Sie mit WhatsApp immer auf dem Laufenden!







