Bundespolizei birgt Rotorblatt aus der Nordsee

Die Polizei war am Freitag über das Rotorblatt informiert worden. Es war von einer Windkraftanlage zwischen den Windparks „Hohe See“ und „He Dreiht“, die beide von der EnBW betrieben werden, abgebrochen, und trieb in der Nordsee. Eigene Arbeitsschiffe des Betreibers hatten anfangs versucht, das Blatt aus dem Wasser zu bergen, blieben allerdings erfolglos.

In Rücksprache mit der zuständigen Wasserstraßenschifffahrtsverwaltung (WSV) verlegte daraufhin das Einsatzschiff „BP83 Bad Düben“ zu der bekannten Position. Das Schiff sicherte das Rotorblatt und konnte es über seine Heckwanne an Deck ziehen. Der Schiffsverkehr vor Ort musste umgeleitet werden.
Der GFK-Flügel war ca. 20 m lang und 2 m breit und stellte aufgrund seiner Größe ein „erhebliches Risiko“ für die Seeschifffahrt dar, wie die Bundespolizei mitteilte. Zudem trieb der Flügel nur knapp unter der Wasseroberfläche und war somit schwer erkennbar.
Das Rotorblatt wurde zunächst durch ein Kontrollboot zum Einsatzschiff geschleppt und anschließend über die Heckwanne auf das Hauptdeck gezogen. Dabei wurde das Blatt mehrmals mit einer Säge in Teilstücke zerlegt, um in der gesamten Länge an Bord gezogen zu werden. Die Teile des Rotorblattes sind am Sonntag in Cuxhaven mit einem Kran an Land verbracht worden.
Der Windpark „Hohe See“ liegt ca. 100 km nordwestlich von Helgoland und ist seit Oktober 2019 in Betrieb. Er umfasst 71 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 497 MW. Der nahe gelegene Park „He Dreiht“ soll schrittweise bis Sommer 2026 in Betrieb genommen werden. Die installierte Leistung soll bei Fertigstellung bei 960 MW liegen, geliefert von 64 Turbinen.

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