Meeresumwelt-Symposium diskutiert Zukunft der Schifffahrt

Rund 300 Teilnehmer werden vor Ort erwartet, mehr als 500 weitere sollen online zugeschaltet sein. Das vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) im Auftrag des Bundesumweltministeriums organisierte Symposium umfasst Vorträge, Diskussionsrunden, eine Postersession, einen Science Slam sowie eine Live-Schalte zur Tara Polar Station in der Arktis.
„Seit 35 Jahren bringt das Meeresumwelt-Symposium Menschen zusammen, die sich mit der Zukunft unserer Meere befassen. Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft treten hier in den Dialog“, erklärt BSH-Präsident Helge Heegewaldt. Der Austausch sei entscheidend, um Herausforderungen zu verstehen und Lösungen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere zu entwickeln.
Alternative Kraftstoffe und Schiffsemissionen im Fokus
Für die maritime Wirtschaft ist insbesondere der zweite Veranstaltungstag relevant. Dabei geht es um Transformationspfade der Schifffahrt bis 2050, alternative Kraftstoffe und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Auch Stickoxidemissionen sowie die tatsächlichen Emissionen von Seeschiffen stehen auf der Agenda.
Die Postersession greift weitere maritime Themen auf. Dazu gehören nachhaltiges Schiffsrecycling, Ammoniak als Schiffskraftstoff, die Energiewende im Hafen sowie Offshore-Windenergie und Artenschutz. Weitere Programmpunkte beschäftigen sich unter anderem mit dem Schutz mariner Ökosysteme, den Folgen mariner Hitzewellen, Fischerei und Fangmethoden sowie der Frage, wie sich Meeresschutz und wirtschaftliche Nutzung besser miteinander vereinbaren lassen.
Zum Auftakt des Symposiums ist eine Videobotschaft von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgesehen. BSH-Präsident Heegewaldt wird die Teilnehmer begrüßen. Meeresbiologe und Forschungstaucher Uli Kunz hält anschließend einen Vortrag unter dem Titel „Netzwerk Ozean“.
Den Abschluss bilden eine Podiumsdiskussion zum Verhältnis von Meeres- und Klimaschutz sowie eine Live-Schalte zur Tara Polar Station in der Arktis. Die schwimmende Forschungsstation untersucht unter anderem die Folgen des Klimawandels und Veränderungen arktischer Ökosysteme.
Das Symposium findet in der Katholischen Akademie in Hamburg statt und wird hybrid angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Organisiert wird die Veranstaltung vom BSH gemeinsam mit dem Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Naturschutz.

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