Über 700 Mio. $: MOL übernimmt Gasfeld-Anteile von Shell

Über seine Tochtergesellschaft BG Cyprus hält Shell eine Beteiligung von 35% am Offshore-Block 12 vor der Küste von Zypern, etwa 170 km südöstlich der Küste. Er umfasst das Erdgasfeld „Aphrodite“. Das dort geförderte Gas soll Shell zufolge an die Egyptian Natural Gas Holding Company (EGAS) verkauft werden. Gemeinsam mit der zyprischen Regierung sowie den beiden anderen Joint-Venture-Partnern habe man das Projekt bis zum jetzigen Stadium vorangetrieben.
Der Verkauf an die MOL-Gruppe ermögliche es dem Energieunternehmen, den geschaffenen Wert zu realisieren. MOL übernimmt alle Anteile von BG Cyprus, der Verkaufspreis liegt bei 720 Mio. $. Der Abschluss des Verkaufs wird für Anfang 2027 erwartet.
„Wir sind der Ansicht, dass Aphrodite weiterhin eine attraktive Entwicklungsmöglichkeit darstellt und eine wichtige Rolle bei der Deckung des regionalen Energiebedarfs spielen wird“, sagte Cederic Cremers, President Integrated Gas bei Shell. „Unsere Entscheidung zum Ausstieg ist das Ergebnis einer disziplinierten Kapitalallokation und Portfolioentscheidungen, da wir uns auf Chancen konzentrieren, die unsere integrierte LNG-Wertschöpfungskette stärken.“
Ursprünglich hatte die BG Group die Beteiligung am Gasfeld Aphrodite im Jahr 2015 erworben. Nachdem Shell die Gruppe übernommen hatte, wurde BG Cyprus zu einer Shell-Tochtergesellschaft. Aphrodite ist ein Joint Venture zwischen Chevron Cyprus (35%), BG Cyprus (35%) und Newmed Energy (30%). Von den Partnern besitzt nur Chevron eine Betreiberfunktion. Im Jahr 2025 einigten sich die Regierung Zyperns und die Partner auf einen Entwicklungs- und Förderplan für das Feld, der eine schwimmende Produktionsanlage (FPU) vorsieht. Eine endgültige Investitionsentscheidung dafür ist von den Partnern bisher nicht getroffen worden.
MOL ist eine der größten Reedereigruppen der Welt und betreibt eine Flotte von mehr als 700 Schiffen, darunter Containerschiffe, Tanker, Bulker und auch Kreuzfahrtschiffe. Unter anderem beteiligen sich die Japaner auch am Hamburger Unternehmen Deutsche Offshore Schifffahrt.

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