Fincantieri setzt Milliarden-Serie für Explora Journeys fort

Auf der Fincantieri-Werft in Sestri Ponente haben die MSC-Gruppe und der Schiffbauer zwei Fortschritte beim Neubau-Programm für die Marke Explora Journeys gefeiert.
Zwei wichtige Baufortschritte für Explora Journeys und Fincantieri auf der Werft in Sestri Ponente: Für die Luxus-Kreuzfahrtmarke der MSC-Gruppe lief "Explora V" vom Stapel. Für die "Explora VI" wurde die traditionelle Münze unter den künftigen Rumpf gelegt. (© Fincantieri)
Zwei wichtige Baufortschritte für Explora Journeys und Fincantieri auf der Werft in Sestri Ponente: Für die Luxus-Kreuzfahrtmarke der MSC-Gruppe lief „Explora V“ vom Stapel. Für die „Explora VI“ wurde die traditionelle Münze unter den künftigen Rumpf gelegt. (© Fincantieri)
Ein bedeutender Doppelanlass für Explora Journeys und Fincantieri heute auf der Werft in Sestri Ponente: Die Luxus-Kreuzfahrtmarke der MSC-Gruppe und der weltweit führende Anbieter im Bau hochkomplexer Schiffe begingen zwei für die maritime Tradition höchst symbolträchtige Ereignisse – den Stapellauf der EXPLORA V sowie die Münzzeremonie für die EXPLORA VI.
Zwei wichtige Baufortschritte für Explora Journeys und Fincantieri auf der Werft in Sestri Ponente: Für die Luxus-Kreuzfahrtmarke der MSC-Gruppe lief „Explora V“ vom Stapel. Für die „Explora VI“ wurde die traditionelle Münze unter den künftigen Rumpf gelegt. (© Fincantieri)

Nach der Ablieferung der „Explora III“ Ende Juli schreitet das Bauprogramm für Explora Journeys voran. In weniger als zwei Jahren soll die Flotte die geplante Stärke von sechs Schiffen erreichen: Die „Explora IV“ und „Explora V“ sollen beide im Jahr 2027 abgeliefert werden, während die „Explora VI“ im Sommer 2028 in Dienst gestellt werden soll.

Für „Explora VI“ erfolgte jetzt die traditionelle Münzzeremonie. Als „Patinnen“ fungierten Anna Nash, Präsidentin von Explora Journeys, und Camilla Ronco, eine Mitarbeiterin der Rumpf-Vormontagewerkstatt im Fincantieri-Werk Sestri Ponente. Die Patin für den technischen Stapellauf der Explora V“ war Consuelo Brunelli, eine Mitarbeiterin der Planungsabteilung von Fincantieri.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Passagierschifffahrtssparte der MSC-Gruppe, erklärte: „Der heutige Tag markiert einen entscheidenden Meilenstein beim Aufbau der Flotte von Explora Journeys. Diese in Italien gebauten Schiffe unterstreichen unser langfristiges Engagement für das Land – ein Engagement, das sich auch auf die 19 italienischen Destinationen erstreckt, die bereits heute von Explora Journeys angelaufen werden.“

Die sechs Schiffe von Explora Journeys, die allesamt von Fincantieri in Italien gebaut werden, umfassen eine Gesamtinvestition von mehr als 3,5 Mrd. € seitens MSC. Dies wiederum hat laut der Werft einen wirtschaftlichen Effekt von über 15 Mrd. € auf die italienische Wirtschaft – insbesondere in Genua und Ligurien, wo ein Großteil der Schiffe gefertigt wird. Der Bau jedes einzelnen Schiffes erfordert mehr als sieben Millionen Arbeitsstunden und beschäftigt über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren durchschnittlich 2.500 Menschen – so die offiziellen Angaben.

Ein wichtiger Standort in der Region ist die Werft in Sestri Ponente, die auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert ist. Seit 2003 wurden dort 19 Schiffe gefertigt, der Auftragsbestand reicht bis ins Jahr 2037.

Pierroberto Folgiero, CEO und Generaldirektor von Fincantieri, betonte: „Fincantieri stellt sich der Herausforderung, den Schiffbau zu einem zunehmend technologieintensiven Geschäftszweig weiterzuentwickeln, indem neue Technologien in eine Branche integriert werden, die traditionell sehr arbeitsintensiv ist. In Sestri Ponente arbeiten wir daran, diesen Wandel mithilfe von künstlicher Intelligenz, Robotik und Automatisierung direkt in die Bauprozesse einfließen zu lassen. Dieser Weg wertet die Kompetenzen unserer Belegschaft auf und stützt sich auf die Zusammenarbeit mit Industriepartnern – beides entscheidende Faktoren, um technologische Entwicklungen in konkrete Anwendungen zu überführen. In diesem Kontext ist die Explora V ein Paradebeispiel dafür, wie Schönheit, Funktionalität und Innovation miteinander verbunden werden können; sie führt fortschrittliche industrielle und umweltbezogene Lösungen in einen so komplexen Sektor wie den Schiffbau ein.“

Alle Einheiten der Neubau-Serie sind mit einem Landstromanschluss ausgestattet, der es ermöglicht, die Emissionen während der Liegezeit im Hafen durch das Abschalten der Motoren auf null zu reduzieren.

Was die Wahl der Kraftstoffe betrifft, so nutzen die „Explora V“ und „Explora VI“ – ebenso wie die beiden vorangegangenen Schiffe – Flüssigerdgas (LNG). Zudem sind sie für den Betrieb mit Kraftstoffen der neuesten Generation ausgelegt, etwa Bio-LNG, synthetischem LNG und Biokraftstoffen. Die „Explora VI“ soll darüber hinaus mit Brennstoffzellentechnologie ausgestattet werden.

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