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Nach dem Wachstum im vergangenen Jahr rechnet der Hamburger Terminalbetreiber HHLA in diesem Jahr mit einem stabilen Ergebnis. Große Sprünge werden nicht erwartet.

Für 2018 geht das Unternehmen von einem »im Bereich des Vorjahres liegenden Containerumschlag« aus. Gleiches gelte für den Containertransport, da die polnischen Intermodalverkehre im Zuge der Integration in die Metrans neu ausgerichtet werden, heißt es im heute vorgelegten Geschäftsbericht. Auf Konzernebene sollte dies zu einem Umsatz führen, der ebenfalls im Bereich des Vorjahres liegt.

Für das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns Hafenlogistik rechnet man hingegen mit einer deutlichen Steigerung. »Die Ergebnisentwicklung wird dabei maßgeblich durch die Segmente Container und Intermodal bestimmt. Das Betriebsergebnis (EBIT) im Teilkonzern Immobilien wird aufgrund geplanter, nicht aktivierungsfähiger Großinstandhaltungen im Bereich von 15 Mio. € erwartet. Auf Konzernebene ist mit einem deutlichen Anstieg des Betriebsergebnis (EBIT) zu rechnen«, teilte die HHLA mit.

Angela Titzrath
Angela Titzrath, neue Vorstandschefin der HHLA (Foto: HHLA)

Die Vorsitzende Angela Titzrath sagte: »Der erfolgreiche Verlauf des Geschäftsjahres 2017 gibt uns Kraft und Auftrieb, weiter konsequent an der Umsetzung unserer ambitionierten Wachstumsziele zu arbeiten. Alle Segmente haben dazu ihren Beitrag geleistet. Die HHLA steht auf einem soliden Fundament. Das betrifft sowohl die Finanzausstattung als auch unsere Zukunftsperspektiven als Motor des digitalen Wandels im Hafen.« Die HHLA bewege sich weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld, das Agilität, Flexibilität und Innovationskraft fordert. »Diesen Anforderungen begegnen wir durch eine auf Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie. Unser Anspruch ist es, Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern, um so das Vertrauen unserer Kunden in die Leistungsfähigkeit der HHLA zu rechtfertigen. Mit dem vereinbarten Erwerb des estnischen Terminalbetreibers Transiidikeskuse AS bekräftigen wir unsere Ambitionen, auch international zu wachsen. Diesem Ziel dient auch die Übernahme der übrigen Anteile an der Metrans.«

0,67 € Dividende

Aufgrund des Ergebnisses wollen Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 eine Dividende von 0,67 € je dividendenberechtigter A-Aktie vorschlagen. Damit würde die Dividende um 13,6 € im Vergleich zum Vorjahr steigen. »Die Ausschüttungsquote von 66% liegt erneut im oberen Bereich der Zielbandbreite von 50 bis 70 %«, heißt es weiter.

Laut der im Februar vorab veröffentlichten und jetzt offiziell bestätigten Bilanz konnte 2017 »wesentliche Finanzkennzahlen deutlich verbessert« werden. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich dank gestiegenen Containerumschlags und Containertransports sowie einer »erfolgreichen Bewirtschaftung des Immobilienportfolios« auf 1,25 Mrd. €. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg ungeachtet von Einmalbelastungen für einen Organisationsumbau und für die Harmonisierung bestehender Altersversorgungssysteme um 5,6 %. Erneut lieferte das Intermodal-Segment einen wesentlichen Beitrag zur Geschäftsentwicklung der HHLA.

Plus in Hafenlogistik

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte im Geschäftsjahr 2017 den Angaben zufolge aufgrund des gestiegenen Containerumschlags und Containertransports Umsatzerlöse von 1,22 Mrd. € (im Vorjahr: 1,15 Mrd. €) und ein Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 157 Mio. € (im Vorjahr: 148 Mio. €). Aufgrund gesunkener Finanzierungskosten stieg der den A-Aktionären zustehende Jahresüberschuss um 11,7 € auf 71,2 Mio. €.

1 Mrd. € Investitionen

Titzrath kündigte im Rahmen der Bilanz-Präsentation außerdem an, umfangreich investieren zu wollen. Allein 350 Mio. € sollen in den nächsten fünf Jahren in die Intermodalsparte, weitere 450 Mio. € in das Containersegment gesteckt werden. 200 Mio. € sind für das Immobiliengeschäft vorgesehen.