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Besonders große Containerschiffe treiben das Flottenwachstum weiter voran, während für kleinere Schiffe eine rückläufige Tendenz zu beobachten ist. 

Nach aktuellen Zahlen des Branchendiensts Alphaliner wurde das Wachstum der gesamten Containerschiffsflotte in den letzten zehn Jahren von der Nachfrage nach großen Schiffen getragen. Der Trend dürfte sich nicht allzu bald umkehren, meinen die Analysten.

Seit 2010 kommt das Wachstum der globalen Containerschiffsflotte demnach ausschließlich von Schiffen mit Kapazitäten von mehr als 5.100 TEU. Andererseits hat sich die Anzahl der Schiffe unter diesem Wert deutlich reduziert. Der Kontrast wird beim Vergleich noch deutlicher, wenn man das Wachstum im Größenbereich von über 10.000 TEU, wo 505 Schiffe dazugekommen sind, gegen den Rückgang der kleineren Schiffe von unter 3.000 TEU hält, bei denen 211 Einheiten ausgeschieden sind.

Das aktuelle Auftragsbuch für Containerschiffe zeigt Alphaliner zufolge eine Fortsetzung dieses Trends, getrieben von einem anhaltenden Wachstum in den Segmenten »Very Large« und »Ultra Large«. Insgesamt 121 Schiffe mit einer Kapazität von jeweils über 10.000 TEU sind derzeit in Auftrag gegeben und eine Verschrottung in dieser Größenordnung ist in den nächsten fünf Jahren wohl nicht zu erwarten. Während im Flottensegment unter 3.000 TEU auch 290 Schiffe in den Auftragsbüchern stünden, werde die Zahl der kleineren Schiffe weiter sinken, da viele der 695 Frachter in diesem Sektor mindestens 20 Jahre alt seien und viele in den kommenden Jahren verschrottet werden müssten, heißt es.

Bemerkenswert sei, dass die Pipeline für das Mittelfeld mit nur zwölf bestellten Einheiten von 3.000-3.500 TEU praktisch leer sei. Seit 2015 wurden keine Schiffe zwischen 4.000 bis 10.000 TEU bestellt und diese Flaute könne noch eine Weile andauern, da die Eigner derzeit kein Interesse an solchen Neubauten zeigten, sondern sich auf die Marktsegmente groß (>10.000 TEU) und klein (<3.000 TEU) konzentrierten, so Alphaliner.

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