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© MCN / Silke Heyer
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Das Maritime Cluster Norddeutschland hat bei der erstmaligen Ausrichtung des MCN Cup nachhaltige Innovationsansätze ausgezeichnet.

Die siebenköpfige Fachjury hatte aus insgesamt 30 eingegangenen Bewerbungen zwölf Projekte in drei Kategorien für den Preis nominiert und kürte am Ende vier Gewinner. Die Unternehmen bzw. Konsortien wurden für ihren Beitrag zum nachhaltigen Transformationsprozess in der maritimen Branche geehrt. »Mit dem MCN Cup wollen wir innovative, nachhaltige Ideen und Projekte und ihre Erfinder stärker sichtbar machen«, so MCN-Geschäftsführerin Jessica Wegener.

In der Kategorie A – »Wie lassen sich Bestandsschiffe nachhaltiger betreiben?« – machte Hasytec mit der »Dynamic Biofilm Protection« (DBP) das Rennen. Mittels  Ultraschalltechnologie wird die Ausbildung des gefürchteten Biofilms in und an Seewasserkühlsystemen, Frischwassererzeugern, Querstrahlrudern, Propellern und Rümpfen und damit ein Bewuchs wirksam verhindert. Auf biozidhaltige Anstriche kann somit verzichtet werden. Das senkt den Kraftstoffverbrauch, spart Wartungskosten und trägt somit zu einem besseren Schutz der Umwelt bei, hieß es zur Begründung.

Nominiert waren zudem »Vessel-Check« als cloudbasiertes Biofouling-Unterstützungssystem für Reedereien und Behörden« von DHI WASY sowie „workboat.ai«, eine Software-gesteuerte Optimierungsanwendung für den Schiffsbetrieb von Navisense.

In der Kategorie B – »Wie lassen sich Häfen und die maritime Logistik nachhaltiger gestalten?« gab es bei Punktgleichheit zwei Gewinner. Beide Projekte beschäftigen sich mit einem verbesserten Energiemanagement im Hafen und die Integration alternativer Energiequellen. Den 1. Platz teilten sich das Projekt »SHARC – Smart Harbor Application Renewable Integration Concept« von Bremenports als Konsortialführer und »dashPORT – Digitale Leitwarte zur Analyse und Steuerung von Energieflüssen in Häfen«, eingereicht von OFFIS – Institut für Informatik und Fraunhofer CML mit dem Pilotversuch im Hafen Brake.

Nominiert war außerdem »SHIFT«, ein Fünf-Punkte-Rating-System für CO2-neutrale Industriehäfen, eingereicht von der IAV GmbH und disruptive.

Für die Kategorie C – »Wie lassen sich die weiteren maritimen Branchen nachhaltiger gestalten?« konnte das Startup Leviathan mit dem Ansatz eines »Industriellen Recyclings von Schiffen – Solving the dark side of shipping« die siebenköpfige Jury überzeugen. Durch eine weitgehende Mechanisierung und Automatisierung lassen sich Risiken für Mensch und Umwelt vermeiden.

Nominiert waren zudem das Produkt »FiberFur« von IAV und EBF, bei dem durch eine Beflockung von Bauteilen mit Basaltflock die Verwendung umweltschädlicher Antifoulings vermieden werden kann, sowie OceanPack von SubCtech zur Messung von Wetter- und Klimadaten in der weltweiten Schifffahrt.


Die HANSA war nicht nur Medienpartner des MCN Cup. Wir werden ausführlich über die Projekte und die Menschen, die dahinter stehen, in den kommenden Ausgaben berichten.

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